Augusta von Zitzewitz

1880 Berlin – 1960 Berlin

Augusta Zitzewitz wird als Tochter des preußischen Oberleutnants und Flügeladjutanten Coelstin von Zitzewitz und seiner englischen Ehefrau Luise geboren.

1907 beginnt sie mit einer Ausbildung beim Verein Berliner Künstlerinnen. Frauen war zu dieser Zeit der Zugang zu den Kunstakademien noch verwehrt.

1912 studiert sie in Paris an der Akademie Julian.

1914 wird sie Mitglied der Berliner Freien Sezession.

Sie heiratet den jüdischen Kunsthistoriker Erich Roemer. 1915 kommt ihre Tochter Ilse-Marie zur Welt. Sie wird eines ihrer beliebtesten Modelle.

Von 1917 bis 1932 erstellt sie Holzschnitte für die linksliberale Zeitschrift „Aktion“.

Aus diesem Grund, aber auch wegen ihrer Heirat gilt sie als „entartet“. Sie erhält von den Nationalsozialisten ein Arbeits- und Ausstellungsverbot.

Sie malt vorzugsweise Porträts und nimmt als Mitglied des Deutschen Künstlerbundes noch bis zur letzten Jahresausstellung 1936 im Hamburger Kunstverein teil. Diese Ausstellung wird von der Reichskammer vorzeitig, zwangsweise geschlossenen.

Erst 1945 nimmt sie ihre Arbeit wieder auf.