Heinrich Stegemann

1888 Stellingen/Hamburg – 1945 Hamburg

1906-07 Studium an der Altonaer Kunstgewerbeschule, 1909-1913 Studium an der Kunstakademie Weimar bei Max Thedy und Albin Egger-Lienz. Teilnahme am 1. Weltkrieg mit bitteren Fronterfahrungen. Ab 1918 in Hamburg als freischaffender Maler tätig. Er gehörte sowohl der Novembergruppe, seit 1920 der Hamburgischen Künstlerschaft und ab 1927 dem Deutschen Künstlerbund an. 1922 Besuch bei Lyonel Feininger in Weimar.

1925 malt er ein Porträt seiner Frau „im neuen Stil“, das von der Hamburger Kunsthalle angekauft wurde. Im Jahr 1934 wurden Wandbilder im Staatstheater Hamburg übermalt und 1935 das Fresko in der Schule Bogenstraße verhängt. 1936 wurde die Ausstellung des Hamburger Kunstvereins, deren künstlerischer Leiter er war, von der Reichskammer (Prof. Ziegler) geschlossen. Den Grund dafür beschreibt er in einem Brief an seinen Freund von der Heyde: „Der größte der Teil der ausgestellten Werke sind Kunst der Verfallszeit…“. Er wurde als Ausstellungsleiter dieser letzten Jahresausstellung des Deutschen Künstlerbundes vor einem „Ehrengericht“ der Reichskunstkammer zur Verantwortung gezogen. 1937 wurden zahlreiche Werke als als „entartet“ eingestuft und in deutschen Museen beschlagnahmt. Ein Bombenangriff auf Hamburg 1943 zerstörte nahezu sein gesamtes Lebenswerk.