Julie Wolfthorn

1864 Thorn/Westpreußen –  1944 Theresienstadt

Ab 1890 Studium der Malerei und Grafik in Berlin, ab 1892 an der Pariser Academie Colarossi bei Gustave Courtois und Egmond Aman-Jean. 1893 Rückkehr nach Berlin. 1895 Besuch der Zeichenschule für Damen von Curt Herrmann. 1897 Künstlerkolonie Worpswede. 1889 Gründungsmitglied der Berliner Secession, die sie jedoch verließ da sie sich benachteiligt fühlte. Bis 1913 regelmäßige Ausstellungen in der Berliner Secession. 1898 Mitglied des „Vereins der Künstlerinnen und Kunstfreunde Berlin“. 1904 Heirat mit dem Kunsthistoriker Klein -Diepold.1906 gründet sie mit Käthe Kollwitz die Ausstellunggemeinschaft „Verbindung bildender Künstlerinnen“. 1912 wurde sie zusammen mit Käthe Kollwitz in die Jury der Berliner Secession gewählt. 1927 Mitglied des „Hiddenseer Künstlerinnenbundes“, der bereits 1933 in der Frühzeit des Nationalsozialismus aufgelöst wurde. Sie wurde als Jüdin aus der Berliner Secession ausgeschlossen. In Berlin arbeitete sie mit dem Kulturbund Deutscher Juden, der 1941 verboten wurde. Die Mitarbeiter wurden verhaftet. Im Jahr 1942 wurde Julie Wolfthorn im Alter von 78 Jahren mit Ihrer Schwester Luise Wolf mit dem 68.Alterstransport nach Theresienstadt deportiert, wo sie nach 2 Jahren verstarb.