{"id":1010,"date":"2025-11-13T09:06:43","date_gmt":"2025-11-13T09:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/brandt-marianne\/"},"modified":"2026-01-16T16:12:54","modified_gmt":"2026-01-16T16:12:54","slug":"brandt-marianne","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/brandt-marianne\/","title":{"rendered":"Brandt, Marianne"},"content":{"rendered":"<p>Marianne Brandt wurde als Marianne Liebe 1893 in Chemnitz geboren. Sie studierte ab 1911\/12 f\u00fcr sechs Jahre Malerei und Bildhauerei an der Weimarer Gro\u00dfherzoglich-S\u00e4chsischen Hochschule f\u00fcr Bildende Kunst. Im Jahr 1919 heiratete sie den norwegischen Maler Erik Brandt (1897\u20131947). Daraufhin arbeitete sie bis 1923 als freischaffende K\u00fcnstlerin mit einem eigenen Atelier in Weimar. Im Jahr 1921 nahm sie Kurse in Bildhauerei bei Richard Engelmann (1868\u20131966) an der Kunsthochschule in Weimar. Im Wintersemester 1923\/24 begann sie, am Weimarer Bauhaus zu studieren. Sie belegte den Grundkurs bei Josef Albers (1888\u20131976) und L\u00e1szl\u00f3 Moholy-Nagy (1895\u20131946) und erhielt auch Unterricht von Wassily Kandinsky (1866\u20131944) und Paul Klee (1879\u20131940). In der Metallwerkstatt des Bauhauses begann Brandt 1924 ihre Lehre als Silberschmiedin. Dies war ungew\u00f6hnlich, da die Frauen im Bauhaus zumeist in die Webereiklasse geschickt wurden. Nach dem Umzug des Bauhauses nach Dessau reiste das Ehepaar f\u00fcr neun Monate nach Paris, und Brandt setzte ihr Studium erst im Sommer 1925 fort. F\u00fcr das neue Geb\u00e4ude des Bauhauses in Dessau entwarf Brandt die Lampen. F\u00fcr ihre Lampendesigns und Kannen ist Marianne Brandt heute ber\u00fchmt. Ab 1927 war sie Mitarbeiterin der Metallwerkstatt, deren stellvertretende Leiterin sie im Jahr darauf wurde. 1929 war sie bereits Mitarbeiterin im Architekturb\u00fcro von Walter Gropius (1883\u20131969) in Berlin und war besonders an der Inneneinrichtung und M\u00f6blierung der Siedlung Dammerstock in Karlsruhe beteiligt. Von 1930 bis 1933 entwarf Brandt Prototypen f\u00fcr die Metallwarenfabrik Ruppelwerk in Gotha.<\/p>\n<p>Nachdem sie ab 1924 zun\u00e4chst als Teil der Bauhaus-Avantgarde europaweit Anerkennung fand, wurde ihre Karriere 1933 unterbrochen. Als Sch\u00fclerin und Mitarbeiterin des Bauhauses wurde Brandt als \u201eentartet\u201c gef\u00fchrt. Zudem scheiterte ihre Ehe. Durch die Arbeitslosigkeit und die damit verbundene Armut konnte sie sich kaum Materialien leisten und ging in die innere Emigration. Wieder in Chemnitz bei ihren Eltern lebend, widmete sie sich privat der Malerei und Weberei. Im Jahr 1949 fand sie wieder Arbeit und konnte in Dresden Fu\u00df fassen, wo sie als Dozentin an die Staatliche Hochschule f\u00fcr Werkkunst berufen wurde. Ihre Arbeiten f\u00fcr das Bauhaus und ihre avantgardistischen Designs fanden in der DDR dennoch keinen Anklang, wodurch Auftr\u00e4ge ausblieben. Im Jahr 1951 wurde Brandt durch Mart Stam (1899\u20131986) als Dozentin an die Hochschule f\u00fcr angewandte Kunst in Berlin-Wei\u00dfensee berufen und arbeitete am Institut f\u00fcr Industrielle Gestaltung in Berlin. Von 1953 bis 1954 hielt sie sich in China auf, um die Ausstellung Deutsche Angewandte Kunst in Peking und Shanghai zu betreuen. Danach zog sie nach Chemnitz zur\u00fcck und widmete sich erneut Privatem. Mit \u00fcber achtzig Jahren \u00fcbersiedelte Brandt 1976 nach Kirchberg in Sachsen, wo sie im Juni 1983 verstarb.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Brandt, Marianne - Museum der verlorenen Generation","description":"Marianne Brandt wurde als Marianne Liebe 1893 in Chemnitz geboren. Sie studierte ab 1911\/12 f\u00fcr sechs Jahre Malerei und Bildhauerei an der Weimarer Gro\u00dfherzogli"}},"categories":[96],"class_list":["post-1010","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1010","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1010"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1010"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}