{"id":1021,"date":"2025-11-13T09:06:43","date_gmt":"2025-11-13T09:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/chapiro-jacques\/"},"modified":"2026-01-16T16:19:50","modified_gmt":"2026-01-16T16:19:50","slug":"chapiro-jacques","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/chapiro-jacques\/","title":{"rendered":"Chapiro, Jacques"},"content":{"rendered":"<p>Jakov Aleksandrovic \u0160apiro wurde als Sohn des Holzschnitzers Aleksandr \u0160apiro in Daugavpils geboren. Chapiro begann 1915 sein Studium an der Charkiwer Kunstschule in der heutigen Ukraine. Ab 1918 setzte er sein Studium an der Mura\u0161ko Zeichenschule in Kiew fort und konnte im darauffolgenden Jahr die Zeichenschule im damaligen Jekaterinoslaw leiten. 1920 \u00fcbersiedelte er nach St. Petersburg. Ab 1921 studierte er an der Akademie der K\u00fcnste in St. Petersburg und arbeitete gleichzeitig als Assistent f\u00fcr Gestaltung f\u00fcr den konstruktivistischen Theaterregisseur Wsewolod Emiljewitsch Meyerhold.<\/p>\n<p>Auf dem H\u00f6hepunkt seiner Karriere beschloss Chapiro, sein Leben radikal zu \u00e4ndern, und er wanderte 1925 nach Frankreich aus. Dort ersch\u00f6pften sich rasch seine Ersparnisse. Befreundete und ebenfalls in Frankreich lebende russisch-j\u00fcdische K\u00fcnstler:innen retteten ihn vor dem Verhungern. Auf deren Empfehlung kam er in die Pariser K\u00fcnstlerkolonie \u201eLa Ruche\u201c im Montparnasse-Viertel. Dort lebten und arbeiteten K\u00fcnstler:innen aus aller Welt, wie Pablo Picasso, Chaim Soutine oder Amadeo Modigliani. F\u00fcnf Jahre lang lebte er in dieser Gemeinschaft und schuf hier seine bedeutendsten Werke.<\/p>\n<p>In dieser Zeit \u00e4nderte er seinen Namen zum franz\u00f6sisch klingenden \u201eJacques Chapiro\u201c. Ab 1926 stellte er im Salon d\u2019Automne und in diversen Pariser Galerien aus. Auch im Salon des Tuileries sowie im Salon der Ind\u00e9pendants und der Surind\u00e9pendants konnte er sich mit seinen Werken beteiligen. Gleichzeitig entstanden Dekorationen f\u00fcr Auff\u00fchrungen der Ballettkompanie von Sergei Diaghilev.<\/p>\n<p>In den 1930er-Jahren kam es f\u00fcr ihn aufgrund der zunehmenden antisemitischen Stimmung und der Wirtschaftslage zu erheblichen Schwierigkeiten. Im Jahr 1939 fand er Zuflucht in Carpentras und Serres im S\u00fcden von Frankreich. Nach dem Krieg reiste er nach Italien und kehrte daraufhin nach Paris zur\u00fcck, er\u00f6ffnete ein eigenes Atelier und verfasste ein Gedenkbuch voller Anekdoten \u00fcber das Leben in der K\u00fcnstlerkolonie \u201eLa Ruche\u201c.<\/p>\n<p>Als das Geb\u00e4ude abgerissen werden sollte, gr\u00fcndete Chapiro 1967 zusammen mit Marc Chagall und Raymond Cogniat ein Komitee zu dessen Erhaltung. Sie hatten Erfolg und erreichten, dass das Geb\u00e4ude erhalten und in die Liste historisch gesch\u00fctzter Geb\u00e4ude aufgenommen wurde. Chapiro verstarb 1972 in Paris.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Chapiro, Jacques - Museum der verlorenen Generation","description":"Jakov Aleksandrovic \u0160apiro wurde als Sohn des Holzschnitzers Aleksandr \u0160apiro in Daugavpils geboren. Chapiro begann 1915 sein Studium an der Charkiwer Kunstschu"}},"categories":[96],"class_list":["post-1021","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1021","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1021"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1021"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}