{"id":1025,"date":"2025-11-13T09:06:43","date_gmt":"2025-11-13T09:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/csaki-copony-grete\/"},"modified":"2026-01-16T16:20:48","modified_gmt":"2026-01-16T16:20:48","slug":"csaki-copony-grete","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/csaki-copony-grete\/","title":{"rendered":"Csaki\u2013Copony, Grete"},"content":{"rendered":"<p>Als Tochter des Fabrikanten und Abgeordneten des Budapester Parlaments Traugott Copony war es f\u00fcr Grete Csaki-Copony zwischen 1909 und 1910 m\u00f6glich, zwei private Kunstschulen, B\u00f6hringer in Dresden und Heinemann in M\u00fcnchen, zu besuchen. Sie legte zun\u00e4chst keinen Wert darauf, an einer Kunstakademie zu studieren. Von 1911 bis 1912 hielt sie sich in Berlin auf, wo sie an der Zeichen- und Malschule des \u201eVereins der Berliner K\u00fcnstlerinnen\u201c lernte. Im Jahr 1916 besuchte sie die Budapester Kunstakademie f\u00fcr einige Monate. 1917 heiratete sie Richard Csaki (1886\u20131943), Leiter des Kulturamtes in Hermannstadt (heute Sibiu, Rum\u00e4nien), wo sie w\u00e4hrend ihres langj\u00e4hrigen Aufenthalts bis 1934 auch mehrfach ausstellte. Bereits 1918 hatte Csaki-Copony ihre erste Einzelausstellung im Brukenthalmuseum in Hermannstadt. Ihre Kunst war von Anfang an umstritten, zu revolution\u00e4r f\u00fcr die \u2013 im Vergleich zu den westeurop\u00e4ischen Metropolen \u2013 eher kleinen siebenb\u00fcrgischen Orte. Im Jahr 1924 zog es die K\u00fcnstlerin nach Frankreich an die Acad\u00e9mie de la Grande Chaumi\u00e8re, wo sie bei Henri Martin (1860\u20131943) lernte. 1926 begann ihre Freundschaft mit Gabriele M\u00fcnter (1877\u20131962). Csaki-Copony war von 1927 bis 1932 Sch\u00fclerin an der Malschule von Arthur Segal (1875\u20131944) in Berlin, Mitglied der \u201eNovembergruppe\u201c sowie der \u201eNeuen Berliner Sezession\u201c. Ihr Fazit zum Studium bei Segall lautete: \u201eEinziger Unterricht, wo ich wirklich was gelernt habe\u201c<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a>.<\/p>\n<p>In M\u00fcnchen und Berlin nahm sie an zahlreichen Ausstellungen teil, darunter \u201eDie schaffende Frau\u201c in der bildenden Kunst im K\u00fcnstlerhaus in Berlin mit K\u00e4the Kollwitz (1867\u20131945), Gabriele M\u00fcnter, Paula Modersohn-Becker (1876\u20131907) und 1931 Annot Jacobi. In den fr\u00fchen 1930er-Jahren interessierte sich Csaki-Copony f\u00fcr die Kunsttheorie Ernst Zierers. Nach der \u00dcbersiedlung nach Stuttgart 1934 experimentierte Csaki-Copony im Bereich des Kunsthandwerks und machte eine T\u00f6pferlehre in der Schw\u00e4bischen Alb. Im Jahr 1935 konnte sie noch erfolgreich an einer Ausstellung in der Galerie Nierendorf in Berlin teilnehmen. Noch im gleichen Jahr sagte die K\u00fcnstlerin ihre Ausstellungen in Stuttgart und T\u00fcbingen ab, weil sie mit dem Eingreifen der Nationalsozialist:innen in die Ausstellungsgestaltung nicht einverstanden war. Diese stuften einige ihrer Bilder als \u201eentartet\u201c und \u201ebolschewistisch\u201c ein. Sie gab nun privaten Unterricht f\u00fcr j\u00fcdische, von den Akademien ausgeschlossene Malerinnen. Nach dem Unfalltod ihres Ehemanns 1943 bei einem Flugzeugabsturz in Italien reduzierte sie ihre k\u00fcnstlerische T\u00e4tigkeit, weil sie ihre Kinder versorgen musste und sich um gefl\u00fcchtete Landsleute k\u00fcmmerte. Von 1945 bis 1948 malte sie zum Broterwerb nur noch Blumenst\u00fccke. 1954 zog sie zur Familie ihrer Tochter nach Athen, wo sie k\u00fcnstlerisch mit der Landschaft Griechenlands eine neue Basis fand. Nach ihren Entw\u00fcrfen wurden in T\u00fcbingen und Stuttgart Glasfenster gestaltet. 1962 kehrte Csaki-Copony nach Berlin zur\u00fcck.<\/p>\n","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Csaki\u2013Copony, Grete - Museum der verlorenen Generation","description":"Als Tochter des Fabrikanten und Abgeordneten des Budapester Parlaments Traugott Copony war es f\u00fcr Grete Csaki-Copony zwischen 1909 und 1910 m\u00f6glich, zwei privat"}},"categories":[96],"class_list":["post-1025","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1025","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1025"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1025"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}