{"id":1034,"date":"2025-11-13T09:10:20","date_gmt":"2025-11-13T09:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/dollerschell-eduard\/"},"modified":"2026-01-17T15:09:23","modified_gmt":"2026-01-17T15:09:23","slug":"dollerschell-eduard","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/dollerschell-eduard\/","title":{"rendered":"Dollerschell, Eduard"},"content":{"rendered":"<p>Eduard Dollerschell wurde als zw\u00f6lftes Kind in einfachen Verh\u00e4ltnissen geboren. Er absolvierte zun\u00e4chst eine Lehre als Lithograf. Der sich anschlie\u00dfende Besuch der Kunstgewerbeschule bei Fritz Bernuth (1904\u20131979), Julius Merma\u00adgen (1874\u20131954) und Hans Seitz in Wuppertal markierte den Anfang seiner K\u00fcnstlerlaufbahn. Ein M\u00e4zen erm\u00f6glichte ihm das Studium an der M\u00fcnchner Kunstakademie bei Angelo Jank (1868\u20131940) und Franz von Stuck (1863\u20131928). Erste grafische Arbeiten entstanden unter Ferdinand Schmutzer (1870\u20131928) und Max Pollak (1886\u20131950), die 1910 erstmals in Wien ausgestellt wurden. Ab 1912 setzte er sein Studium in Paris fort. Dort begegnete er Wilhelm Lehmbruck (1881\u20131919), der ihn in die Kunst der Kaltnadelradierung einf\u00fchrte. Im Jahr 1912 konnte er erstmals im Salon d'Automne ausstellen. In Marseille wurde Dollerschell 1914 vom Ausbruch des Krieges \u00fcberrascht und kehrte zur\u00fcck nach Deutschland. Er war als Kriegsmaler in Russland und an der Westfront t\u00e4tig. Nach dem Krieg wurde sein neues Atelier in Wuppertal ein Zentrum kulturellen Lebens, wo sich Musiker, Schauspieler, Schriftsteller und Maler zum Austausch trafen. In den 1920er-Jahren unternahm Eduard Dollerschell viele Reisen und entschloss sich, ab 1927 einige Jahre in Paris zu leben.<\/p>\n<p>Nach 1933 wurden Teile seiner Werke als \u201eentartete\u201c Kunst diffamiert und zw\u00f6lf Werke aus \u00f6ffentlichem Kunstbesitz entfernt. So auch die 1919 entstandenen expressionistischen Mappen Moloch (Kaltnadelradierung) und Totentanz (Holzschnitt) mit Texten des Schriftstellers Karl Robert Schmidt. Daraufhin versteckte Dollerschell seine Bilder in einem Raum hinter seinem Atelier in Wuppertal. Nach dessen Zerst\u00f6rung bei einem Luftangriff 1943 gr\u00fcndete er in W\u00fclfrath eine neue Niederlassung. Bis 1945 wurde eine Professur zweimal abgelehnt. Ein gro\u00dfer Teil des Nachlasses wird heute im Niederbergischen Museum in W\u00fclfrath aufbewahrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Dollerschell, Eduard - Museum der verlorenen Generation","description":"Eduard Dollerschell wurde als zw\u00f6lftes Kind in einfachen Verh\u00e4ltnissen geboren. Er absolvierte zun\u00e4chst eine Lehre als Lithograf. Der sich anschlie\u00dfende Besuch"}},"categories":[96],"class_list":["post-1034","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1034","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1034"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1034"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}