{"id":1038,"date":"2025-11-13T09:10:20","date_gmt":"2025-11-13T09:10:20","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/ehmsen-heinrich\/"},"modified":"2026-09-17T15:37:01","modified_gmt":"2026-09-17T13:37:01","slug":"ehmsen-heinrich","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/ehmsen-heinrich\/","title":{"rendered":"Ehmsen, Heinrich"},"content":{"rendered":"<p>Heinrich Ehmsen, Sohn des Korbmachermeisters Heinrich Ehmsen und seiner Ehefrau Magdalena, geborene Eggers, wurde am 9. August 1886 in Kiel geboren und wuchs mit sieben Geschwistern in einer Gro\u00dffamilie auf. Sein Vater zog 1927 zu seiner Tochter Dora, die Eltern lebten getrennt. Erste k\u00fcnstlerische Erfahrungen sammelte Heinrich Ehmsen 1902 im Atelier seines Onkels. 1906 zog er nach D\u00fcsseldorf, wo er bei Peter Behrens seine k\u00fcnstlerische Ausbildung zum Dekorationsmaler erhielt. In Paris besuchte Ehmsen 1910\/1911 die Acad\u00e9mie Colarossi und verkehrte mit Gleichgesinnten im ber\u00fchmten Caf\u00e9 du D\u00f4me. So lernte er auch den K\u00fcnstler Karl Hofer kennen, der ab 1945 Direktor der Berliner Hochschule f\u00fcr die bildenden K\u00fcnste wurde. 1911\/1922 zog Ehmsen als etablierter K\u00fcnstler nach M\u00fcnchen und zeichnete Karikaturen. W\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs fertigte er als Soldat Skizzen im franz\u00f6sischen Verdun an. Seine Ehefrau Hermine Ehmsen, geborene Schneid, die er 1915 heiratete und die ebenfalls akademische Malerin war, wandte sich mit einem Brief an Bruno Paul, den Direktor der Kunstgewerbeschule Berlin, und bat um eine Freistellung ihres Mannes vom Frontdienst. Aus dem Milit\u00e4rdienst wurde Ehmsen jedoch erst 1919, nach Kriegsende, offiziell entlassen. Hermine Ehmsen floh als J\u00fcdin nach dem \u201eAnschluss\u201c aus Wien nach Schweden, wo sie bereits 1949 verstarb. In den 1920er-Jahren ver\u00e4nderte sich auch Ehmsens Privatleben. 1924 lernte er seine sp\u00e4tere Lebensgef\u00e4hrtin Elisabeth Bertram, geborene Conradi, kennen. In den beginnenden 1930er-Jahren engagierte sich Ehmsen politisch und wurde Mitglied des kommunistischen Kampfkomitees der K\u00fcnstler und Geistesarbeiter, das die <em>Kommunistische Partei Deutschlands<\/em> (KPD) unterst\u00fctzte. Diese Beteiligung blieb nicht unbemerkt: Einerseits wurden seine Werke von sowjetischen Museen angekauft, andererseits wurden seine Kunstwerke von der nationalsozialistischen Zeitung \u201eV\u00f6lkischer Beobachter\u201c diffamiert. 1932 wurden seine Werke in Moskau ausgestellt. Im Zuge dessen reiste Ehmsen mehrere Monate durch die Sowjetunion, gef\u00f6rdert vom Kulturinstitut der Roten Armee. Nach seiner R\u00fcckkehr nach Deutschland wurde Ehmsen wegen \u201eVerrats milit\u00e4rischer Geheimnisse\u201c verhaftet. Ab 1930 lebten Heinrich und Hermine getrennt; der Sohn lebte in Wien bei seiner Mutter. Ab 1939 war Heinrich Ehmsen Mitglied der Reichskulturkammer und wurde zwischen 1940 und 1942 als Mitglied der Propagandastaffel im besetzten Paris eingesetzt. Anschlie\u00dfend wurde er an der Ostfront stationiert. Da sein Berliner Atelier 1945 von Bomben getroffen wurde und ausbrannte, gingen auch eine Vielzahl von Kunstwerken unwiederbringlich verloren. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Ehmsen nach Deutschland zur\u00fcck und wurde stellvertretender Direktor der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Berlin-Charlottenburg. Er lernte den K\u00fcnstler <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/frankenstein-walter\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Wolfgang Frankenstein<\/strong><\/span><\/a> kennen, der ebenfalls Teil der Sammlung B\u00f6hme ist.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Ehmsen, Heinrich - Museum der verlorenen Generation","description":"Heinrich Ehmsen, Sohn des Korbmachermeisters Heinrich Ehmsen und seiner Ehefrau Magdalena, geborene Eggers, wurde am 9. 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