{"id":1047,"date":"2025-11-13T09:15:53","date_gmt":"2025-11-13T09:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/ewald-reinhold\/"},"modified":"2026-01-21T11:29:15","modified_gmt":"2026-01-21T11:29:15","slug":"ewald-reinhold","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/ewald-reinhold\/","title":{"rendered":"Ewald, Reinhold"},"content":{"rendered":"<p>Reinhold Ewald wuchs mit seinen vier Geschwistern in Hanau auf. W\u00e4hrend seiner Kindheit wurde er von seinem musisch veranlagten Vater beeinflusst. In n\u00e4chster N\u00e4he wohnte der Vater des Komponisten Paul Hindemith (1895\u20131963). Er war Dekorationsmaler in Hanau. In dessen Werkstatt erhielt der junge Ewald erste Eindr\u00fccke in das Malerhandwerk, machte von 1905 bis 1906 bei diesem eine Lehre und lie\u00df sich ebenfalls zum Dekorationsmaler ausbilden. Ab 1906 besuchte Ewald die Zeichenakademie in Hanau, wo er mit seinen F\u00e4higkeiten so hervortrat, dass er ein Staatsstipendium an der Unterrichtsanstalt des Berliner Kunstgewerbemuseums erhielt. Dort studierte er von 1907 bis 1911 bei Max Koch (1859\u20131930) und Richard B\u00f6hland (1868\u20131935), wo er drei erste Auszeichnungen gewann. Die Kunstszene Berlins bot ihm viele Anregungen, besonders die franz\u00f6sischen Impressionisten wie Paul C\u00e9zanne (1839\u20131906) und Henri Matisse (1869\u20131954). Zu seinen F\u00f6rderern in dieser Zeit z\u00e4hlten Bruno Paul (1874\u20131968) sowie Paul Cassirer (1871\u20131926). Ab 1910 beteiligte sich Ewald erstmals an Ausstellungen der \u201eBerliner Sezession\u201c und ab 1912 an der \u201eM\u00fcnchner Sezession\u201c. Ab 1911 kehrte er als freier Maler nach Hanau zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Ab 1921 wurde Ewald als Lehrer an die Zeichenakademie Hanau berufen. Im Jahr 1929 erhielt er zusammen mit Max Beckmann (1884\u20131950), Jakob Nussbaum (1873\u20131936) und Richard Scheibe (1879\u20131964) den Ehrenpreis der Stadt Frankfurt am Main.<\/p>\n<p>Am 1. Mai 1933 trat Ewald in die NSDAP ein und konnte sich in den darauffolgenden Jahren noch an einigen Ausstellungen beteiligen. Er versuchte, sich anzupassen, und wurde trotzdem 1933 durch die Nationalsozialist:innen aus dem Lehramt entlassen. Seine Bilder wurden als \u201eentartete Kunst\u201c aus \u00f6ffentlichen Sammlungen entfernt, darunter vierzehn Werke aus dem Hessischen Landesmuseum in Darmstadt, die in die \u201eSchandgalerie\u201c geh\u00e4ngt und anschlie\u00dfend vernichtet wurden. Laut ungesicherten Quellen wurde er 1945 zum \u201eVolkssturm\u201c rekrutiert, desertierte und versteckte sich in der Turmruine im Park Wilhelmsbad. 1949 begann er wieder, als Zeichenlehrer an der Hanauer Zeichenakademie zu arbeiten.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Ewald, Reinhold - Museum der verlorenen Generation","description":"Reinhold Ewald wuchs mit seinen vier Geschwistern in Hanau auf. W\u00e4hrend seiner Kindheit wurde er von seinem musisch veranlagten Vater beeinflusst. In n\u00e4chster N"}},"categories":[96],"class_list":["post-1047","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1047","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1047"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1047"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}