{"id":1064,"date":"2025-11-13T09:15:53","date_gmt":"2025-11-13T09:15:53","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/freytag-otto\/"},"modified":"2026-01-23T13:32:36","modified_gmt":"2026-01-23T13:32:36","slug":"freytag-otto","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/freytag-otto\/","title":{"rendered":"Freytag, Otto"},"content":{"rendered":"<p>Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums machte Otto Freytag von 1904 bis 1906 eine Lehre als Zeichner in einem Ingenieur- und Architekturb\u00fcro. Im Jahr 1906 trat er in die Kunstgewerbeschule in D\u00fcsseldorf ein, studierte zun\u00e4chst Architektur in der Klasse von Peter Behrens, wechselte dann aber ins Fach Malerei. Nach seinem Abschluss wurde er Sch\u00fcler bei Paul S\u00e9rusier in M\u00fcnchen. Freytag begleitete S\u00e9rusier Anfang 1909 nach Paris und wurde von ihm in den K\u00fcnstlerkreis des <em>Caf\u00e9 du D\u00f4me<\/em> eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Im Jahr 1910 kehrte Freytag nach Deutschland zur\u00fcck, ging nach Berlin und fand Aufnahme im Atelier von Lovis Corinth. Dort machte er Bekanntschaft mit Anton Kerschbaumer. W\u00e4hrend des Ersten Weltkriegs war Freytag ab 1914 als Krankenpfleger in Flandern und ab 1918 als Leutnant in einem Infanterieregiment in Frankreich stationiert. Ab etwa 1923 stellte er regelm\u00e4\u00dfig in der \u201eJuryfreien Kunstschau\u201c in Berlin bis zu ihrer Aufl\u00f6sung durch das NS-Regime 1934 aus. Freytag nahm weiterhin an den Ausstellungen in der Berliner Akademie der K\u00fcnste und der \u201eBerliner Sezession\u201c teil. Im selben Jahr erhielt er vom \u201eDeutschen K\u00fcnstlerbund\u201c den Villa-Romana-Preis, den seit 1905 vergebenen \u00e4ltesten deutschen Kunstpreis.<\/p>\n<p>Freytag lebte und arbeitete ein Jahr lang in der Villa Romana in Florenz. In dieser Zeit entstand 1934 auch das Bild \"Badende Frauen am Strand\". Nach seiner R\u00fcckkehr wurde seine Kunst in Deutschland als \u201eentartet\u201c diffamiert, und seine Bilder wurden aus der Berliner Nationalgalerie und dem Kronprinzenpalais entfernt. Auf Empfehlung von Alexander Kanoldt, ehemaliger Leiter der Hochschule f\u00fcr Kunsterziehung in Berlin-Sch\u00f6neberg, wurde es ihm dennoch erm\u00f6glicht, dort ab 1937 zu lehren. Als \u201eentarteter\u201c K\u00fcnstler wurde Freytag erst 1943 der Professorentitel zuerkannt. Sein einziger Sohn Kaspar fiel kurz vor Kriegsende im Jahr 1945.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Freytag, Otto - Museum der verlorenen Generation","description":"Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums machte Otto Freytag von 1904 bis 1906 eine Lehre als Zeichner in einem Ingenieur- und Architekturb\u00fcro. Im Jahr 190"}},"categories":[96],"class_list":["post-1064","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1064","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1064"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1064"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}