{"id":1066,"date":"2025-11-13T09:20:40","date_gmt":"2025-11-13T09:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/fritsch-ernst\/"},"modified":"2026-01-23T13:34:15","modified_gmt":"2026-01-23T13:34:15","slug":"fritsch-ernst","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/fritsch-ernst\/","title":{"rendered":"Fritsch, Ernst"},"content":{"rendered":"<p>Seine erste Ausbildung absolvierte der Maler und Grafiker Ernst Fritsch im Bereich des Kunsthandwerks im Berliner Entwurfsatelier f\u00fcr Wandstoffe und Tapeten. Von 1911 bis 1914 besuchte er bei Emil Doepler (1855\u20131922) Kurse in dekorativer Malerei an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und studierte dort an der K\u00f6niglichen Kunstschule mit dem Abschluss eines Zeichenlehrer-Diploms. Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg schloss sich Fritsch 1919 der \u201eBerliner Sezession\u201c an, sp\u00e4ter dem \u201eDeutschen K\u00fcnstlerbund\u201c sowie der \u201eNorddeutschen Sezession\u201c. Im Jahr 1921 trat er der Berliner \u201eNovembergruppe\u201c bei. Fritsch war an zahlreichen Ausstellungen der K\u00fcnstlergruppen beteiligt und konnte von 1923 bis 1933 an der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste in Berlin ausstellen. Er stellte zudem seit 1925 bei der \u201eM\u00fcnchener Sezession\u201c aus, und 1928 wurden seine Werke auf der Gro\u00dfen Kunstausstellung in D\u00fcsseldorf gezeigt. Die Akademie in Berlin bedachte Fritsch 1927 mit dem Rompreis, dem Gro\u00dfen Staatspreis f\u00fcr Malerei, der Fritsch nach seiner Parisreise einen Studienaufenthalt in der Villa Massimo in Rom erm\u00f6glichte.<\/p>\n<p>Als Fritsch 1929 nach Berlin zur\u00fcckkehrte, stie\u00df seine Kunst zunehmend auf Ablehnung. Im Anschluss an die Gro\u00dfe Retrospektive der \u201eBerliner Sezession\u201c 1933 wurde er mit einem Ausstellungsverbot belegt. Im selben Jahr wurden seine Werke in einer N\u00fcrnberger Ausstellung gezeigt, die einzelne S\u00e4le mit Beschriftungen wie \u201eSchreckenskammer der Kunst\u201c versah, um die ausstellenden K\u00fcnstler zu diffamieren. Ab 1937 wurden weitere Arbeiten beschlagnahmt, und ein Gro\u00dfteil davon wurde 1939 im Hof der Berliner Feuerwehr von den Nationalsozialist:innen verbrannt. Trotz seiner Stellung als diffamierter K\u00fcnstler war Fritsch von 1939 bis 1941 an der Kunst- und Werkschule Berlin als provisorischer Lehrer t\u00e4tig, bis er wieder in den Krieg ziehen musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Fritsch ab 1946 der K\u00fcnstlerausbildung und wurde Professor an der Hochschule f\u00fcr bildende K\u00fcnste in Berlin. Dort leitete er von 1953 bis zu seiner Pensionierung 1958 die Abteilung f\u00fcr Kunstp\u00e4dagogik sowie die Meisterklasse.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Fritsch, Ernst - Museum der verlorenen Generation","description":"Seine erste Ausbildung absolvierte der Maler und Grafiker Ernst Fritsch im Bereich des Kunsthandwerks im Berliner Entwurfsatelier f\u00fcr Wandstoffe und Tapeten. Vo"}},"categories":[96],"class_list":["post-1066","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1066","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1066"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1066"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}