{"id":1072,"date":"2025-11-13T09:20:40","date_gmt":"2025-11-13T09:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/geigenmueller-katharina\/"},"modified":"2026-09-23T12:31:08","modified_gmt":"2026-09-23T10:31:08","slug":"geigenmueller-katharina","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/geigenmueller-katharina\/","title":{"rendered":"Geigenm\u00fcller, Katharina"},"content":{"rendered":"<p>Die Malerin, Zeichnerin und Grafikerin Katharina Margarete Geigenm\u00fcller wurde 1890 in Mittweida geboren. Nach anf\u00e4nglichem Privatunterricht in Chemnitz studierte sie ab 1913 an der Gro\u00dfherzoglich-S\u00e4chsischen Kunstschule Weimar bei Walther Klemm und Gari Melchers. In den Jahren 1919 und 1920 folgte ein Studium am Bauhaus Weimar, wo sie bis 1920 unter anderem beim Bildhauer Richard Engelmann hospitierte.<br \/>\nDass ihre Zeit am Bauhaus jedoch von prek\u00e4ren Lebensumst\u00e4nden gepr\u00e4gt war, belegt ein Dokument aus den Weimarer Sch\u00fclerakten von 1920: In einem handschriftlichen Brief aus Leipzig wandte sich Geigenm\u00fcller an das Sekretariat der Hochschule, da ihre damaligen finanziellen Verh\u00e4ltnisse eine R\u00fcckkehr nach Weimar im laufenden Jahr nicht zulie\u00dfen. Um ihren Studienplatz zu sichern, bat sie die Leitung um eine offizielle Beurlaubung sowie den Erlass des Schulgeldes. Nach dieser Unterbrechung setzte sie ihre Ausbildung an der Kunstakademie Dresden fort, ehe sie sich schlie\u00dflich als freischaffende Malerin, Zeichnerin und Grafikerin in ihrer Heimatstadt niederlie\u00df.<br \/>\nDass sie in den Folgejahren Anschluss an die s\u00e4chsische Kunstszene fand, belegt ihre Teilnahme an bedeutenden Ausstellungen der regionalen Avantgarde: So war Geigenm\u00fcller 1925 auf der zehnten \u201eLeipziger Jahresausstellung\u201c \u2013 getragen vom gleichnamigen sezessionistischen Verein \u2013 im St\u00e4dtischen Museum am Augustusplatz vertreten.<br \/>\nIn diesen Jahren kn\u00fcpfte Geigenm\u00fcller zudem Kontakte zu bedeutenden K\u00fcnstlerinnen ihrer Zeit. Zu ihren Freundinnen z\u00e4hlten beispielsweise K\u00e4the Kollwitz und die renommierte Bauhaus-K\u00fcnstlerin Marianne Brandt, welche ebenfalls in der Sammlung B\u00f6hme vertreten ist.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zeit des Nationalsozialismus wurde Geigenm\u00fcllers Kunst als \u201eentartet\u201c verfemt. Um den Repressalien und der st\u00e4ndigen \u00dcberwachung durch die lokalen NS-Beh\u00f6rden zu entgehen, zog sie sich daher fast vollst\u00e4ndig aus dem \u00f6ffentlichen Kulturbetrieb zur\u00fcck. Sie lebte isoliert in ihrer s\u00e4chsischen Heimatstadt Mittweida, in der sie auch nach dem Krieg blieb.<br \/>\nMit dem Ende des Zweiten Weltkriegs gestaltete sich ihr Leben und Schaffen in der Sowjetischen Besatzungszone und der sp\u00e4teren DDR jedoch ebenfalls schwierig. Ihr Leben war von Anpassung und k\u00fcnstlerischer Isolation gepr\u00e4gt. Um in der DDR legal als freischaffende K\u00fcnstlerin anerkannt zu sein, Auftr\u00e4ge zu erhalten und Arbeitsmaterialien zu beziehen, trat sie dem staatlich gelenkten Verband Bildender K\u00fcnstler der DDR (VBK) bei. Sie war dort im Regionalverband des Bezirks Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) registriert.<br \/>\nAusstellungskataloge aus den 1950er- und fr\u00fchen 1960ern, wie jene der Bezirkskunstausstellungen Karl-Marx-Stadt oder lokaler \u201eMittels\u00e4chsischer Kunstausstellungen\u201c, weisen ihre Beteiligung zwar vereinzelt nach, doch zu gr\u00f6\u00dferen Einzelausstellungen oder einer nationalen Rezeption kam es nicht.<\/p>\n<p>Geigenm\u00fcllers letzte Lebensjahre waren von Armut, gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen und Einsamkeit in Mittweida gepr\u00e4gt, wie Briefwechsel belegen. Sie verstarb am 9. August 1964 in im Alter von 73 Jahren.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>here<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Geigenm\u00fcller, Katharina - Museum der verlorenen Generation","description":"Die Malerin, Zeichnerin und Grafikerin Katharina Margarete Geigenm\u00fcller wurde 1890 in Mittweida geboren. 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