{"id":1078,"date":"2025-11-13T09:20:40","date_gmt":"2025-11-13T09:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/goldschmidt-hilde\/"},"modified":"2026-08-19T15:49:42","modified_gmt":"2026-08-19T13:49:42","slug":"goldschmidt-hilde","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/goldschmidt-hilde\/","title":{"rendered":"Goldschmidt, Hilde"},"content":{"rendered":"<p>Hilde Goldschmidt wurde 1897 in eine verm\u00f6gende j\u00fcdische Kaufmannsfamilie in Leipzig geboren. Sie war das j\u00fcngste von f\u00fcnf Kindern und erfuhr schon in jungen Jahren eine F\u00f6rderung ihres k\u00fcnstlerischen Talentes. Nach ihrem Schulabschluss im Jahr 1914 trat Goldschmidt in die Akademie der bildenden K\u00fcnste in Leipzig ein. Sie belegte die Klasse f\u00fcr Buchentw\u00fcrfe bei Hugo Steiner-Prag (1880\u20131945). Bereits zu dieser Zeit nahm Goldschmidt Tanzunterricht. Ab etwa 1918 begann sie mit der Malerei, erhielt Privatunterricht bei dem Akademieprofessor <strong>Richard Bossert<\/strong> (1874\u20131919) und begann mit dem Zeichnen von Aktmodellen. Im Folgejahr trat Goldschmidt in die Ballettschule der Leipziger Oper ein und entwarf B\u00fchnendekorationen wie zu Mechtilde Lichnowskys (1879\u20131958) \u201eEin Spiel vom Tod\u201c oder August Strindbergs (1849\u20131912) \u201eEin Traumspiel\u201c. Im Jahr 1920 folgte die Aufnahme an die Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste in Dresden, wo sie in der Klasse f\u00fcr Akt und Portr\u00e4t bei <strong>Otto Hettner<\/strong> (1875\u20131931) studierte. In diesem Jahr wurde Goldschmidt auch Sch\u00fclerin bei Mary Wigman (1886\u20131973) in Dresden. Im Sommersemester trat sie in die Meisterklasse von Oskar Kokoschka (1886\u20131980) ein. Ihre Kommilitonen waren <strong>Hans Meyboden<\/strong> (1901\u20131965), <strong>Hugo K\u00f6rte<\/strong> (1897\u20131974) und <strong>Friedrich Karl Gotsch<\/strong> (1900\u20131984), mit dem sie sp\u00e4ter lange liiert war. Bis 1923 erhielt sie bei Kokoschka auch zus\u00e4tzlichen Einzelunterricht. Sie verlie\u00df die Akademie 1923 und reiste mit Gotsch und Meyboden f\u00fcr neun Monate nach New York. Im selben Jahr war sie bei den Wiener Werkst\u00e4tten t\u00e4tig. In den Jahren 1926 und 1927 unternahm sie mit Gotsch Reisen nach Paris, wo sie die Acad\u00e9mie Colarossi besuchte. Es folgten Aufenthalte in S\u00fcdfrankreich und Italien, bis sie 1932 nach M\u00fcnchen \u00fcbersiedelte. Ein Skiunfall in Kitzb\u00fchel 1933 f\u00fchrte zu einem siebenmonatigen Aufenthalt im dortigen Krankenhaus. Da sich in Deutschland die politischen Verh\u00e4ltnisse \u00e4nderten, verblieb sie auch nach ihrer Genesung in Kitzb\u00fchel und erwarb 1935 ein Haus. Nach dem \u201eAnschluss\u201c \u00d6sterreichs im Mai 1939 wurde Goldschmidt ausgewiesen und zur Emigration gezwungen. Mit ihrer Mutter Sophie Goldschmidt, geborene Schachian (\u2020\u20091950), ging sie nach London, wo sie von ihrem Bruder Fritz Goldschmidt aufgenommen wurde. Um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten, arbeitete sie in einer Leder- und Pelzwerkstatt. W\u00e4hrend dieser Zeit stand sie im Briefwechsel mit <strong>Oskar Kokoschka<\/strong> (1886\u20131980), der ebenfalls in England Zuflucht fand und den sie in Polperro in Cornwall besuchte. Nach den Bombenangriffen auf London, die das Haus ihres Bruders zerst\u00f6rten, entschloss sie sich, mit ihrer Mutter nach Langdale im Lake District in Nordwestengland zu ziehen. Nach dem Tod ihrer Mutter kehrte Goldschmidt im Jahr 1950 nach Kitzb\u00fchel zur\u00fcck, wo sie weiterhin als K\u00fcnstlerin t\u00e4tig war. Im Juli 1954 besuchte sie die Sommerakademie Kokoschkas in Salzburg.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Goldschmidt, Hilde - Museum der verlorenen Generation","description":"Hilde Goldschmidt wurde 1897 in eine verm\u00f6gende j\u00fcdische Kaufmannsfamilie in Leipzig geboren. 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