{"id":1081,"date":"2025-11-13T09:20:40","date_gmt":"2025-11-13T09:20:40","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/gowa-herrmann-henry\/"},"modified":"2026-01-23T13:52:25","modified_gmt":"2026-01-23T13:52:25","slug":"gowa-herrmann-henry","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/gowa-herrmann-henry\/","title":{"rendered":"Gowa, Herrmann Henry"},"content":{"rendered":"<p>Herrmann \u201eHenry\u201c Gowa wuchs mit vier Geschwistern in einer wohlhabenden j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie auf. Sein Vater Siegmund Simon Gowa war Papierh\u00e4ndler und Mitinhaber der Firma \u201eE. Michaelis &amp; Co.\u201c Seine Mutter Therese Gowa und mehrere Geschwister kamen sp\u00e4ter in den Vernichtungslagern der Nationalsozialist:innen ums Leben. Therese und die Schwester Hilda kamen ins Ghetto Litzmannstadt. Therese starb dort, Hilda und ihr Kind wurden bei einem Abtransport in einem mobilen Gaswagen ermordet. Der \u00e4ltere Bruder Ferdinand wurde 1938 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Lager Buchenwald deportiert. Nach seiner Entlassung emigrierte er nach Schweden und von dort in die USA. Der j\u00fcngere Bruder Eugen Gowa wurde 1938 wegen \u201eRassenschande\u201c zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt und wurde 1943 in Auschwitz ermordet.<\/p>\n<p>Ab 1922 studierte Henry Gowa an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen Literatur-, Kunst- und Theatergeschichte. Parallel dazu begann er das Studium der Malerei an der privaten Akademie von Heinrich Knirr und Hans Hofmann. 1924 deb\u00fctierte er als B\u00fchnenbildner zu K\u00f6nig Lear am Stadttheater Halberstadt. Es folgten zahlreiche Engagements an verschiedenen Landes- und Staatstheatern: 1925 wurde er zur Bayerischen Landesb\u00fchne in M\u00fcnchen berufen, 1928 bis 1931 in Frankfurt am Main, 1932 und 1933 arbeitete er in Schwerin und Schneidem\u00fchl in Posen. 1931 zeigte die Galerie Schames in Frankfurt am Main eine Einzelausstellung.<\/p>\n<p>Gowa erhielt wegen seiner j\u00fcdischen Abstammung rassistische Kritiken, die NS-Presse griff ihn an und es gab Einsch\u00fcchterungsversuche. Auch sein Haus wurde mehrmals durchsucht und er stand unter Bewachung. Letztendlich erhielt er Berufsverbot. Gowa emigrierte aus Angst vor einer Verhaftung 1933 mit einem Touristenvisum \u00fcber die Schweiz nach Paris. Er lebte vor\u00fcbergehend in Frankreich bei seiner Mutter und seinen Schwestern in Cagnes-sur-Mer und ab 1934 in Nizza. Dort bestritt er seinen Lebensunterhalt ohne Arbeitserlaubnis mit verschiedenen handwerklichen T\u00e4tigkeiten wie Tischlerei, Dachdeckerei oder als Innenarchitekt.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Gowa, Herrmann Henry - Museum der verlorenen Generation","description":"Herrmann \u201eHenry\u201c Gowa wuchs mit vier Geschwistern in einer wohlhabenden j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie auf. Sein Vater Siegmund Simon Gowa war Papierh\u00e4ndler und Mit"}},"categories":[96],"class_list":["post-1081","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}