{"id":1092,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/haefner-herbert\/"},"modified":"2026-08-19T15:05:39","modified_gmt":"2026-08-19T13:05:39","slug":"haefner-herbert","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-herbert\/","title":{"rendered":"H\u00e4fner, Herbert"},"content":{"rendered":"<p>Herbert H\u00e4fner besuchte zun\u00e4chst ab 1920 die Kunstgewerbeschule in Hagen in Westfalen. 1924 ging er nach Berlin an die Vereinigte Staatsschule f\u00fcr Freie und Angewandte Kunst in Berlin-Charlottenburg und lernte bei Erich Wolfsfeld. Er war schon zu dieser Zeit neben seinem Studium als Maler t\u00e4tig und eiferte seinem Vorbild Hans von Mar\u00e9es nach. In Berlin lernte er seine sp\u00e4tere Frau <span style=\"color: #000000;\">Ilse Mode<\/span> kennen. 1928 heiratete er die j\u00fcdische K\u00fcnstlerin, die ab nun den Doppelnamen <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-mode-ilse\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Ilse H\u00e4fner-Mode<\/span><\/strong><\/a> trug. Im Folgejahr kam der Sohn <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-thomas\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Thomas H\u00e4fner<\/strong> <\/span><\/a>zur Welt. 1934 erhielt H\u00e4fner den \u201eRom-Preis\u201c der Preu\u00dfischen Akademie der K\u00fcnste. Dieser wurde ihm 1937 aberkannt, da er als \u201ej\u00fcdisch versippt\u201c aus der Reichskammer der Bildenden K\u00fcnste ausgeschlossen wurde. Er verweigerte trotz Dr\u00e4ngens der Nationalsozialist:innen die Scheidung von seiner Frau. Ab 1938 erhielt er v\u00f6lliges Malverbot. Zu dieser Zeit brachte das Ehepaar ihren gemeinsamen Sohn Thomas zu Ilses j\u00fcngerem Bruder Heinz Mode, der ihn \u00fcber die Schweiz nach Sri Lanka in das damalige Britisch-Ceylon in Sicherheit brachte. Nachdem er sich vor den Vertretern der Reichskulturkammer zu einem herablassenden Kommentar zum Maler und nationalsozialistischen Kunstfunktion\u00e4r Adolf Ziegler hatte hinrei\u00dfen lassen, wurde er 1940 zur Wehrmacht in Polen eingezogen. Nach seiner Anfrage beim Luftfahrtsministerium, ob seine Frau Ilse H\u00e4fner-Mode im Notfall als Kriegswitwe versorgt sei, wurde er sofort aus der Wehrmacht als \u201ej\u00fcdisch Versippter\u201c und deshalb als \u201ewehrunw\u00fcrdig\u201c entlassen. H\u00e4fner wurde inmitten des winterlichen Polen auf die Stra\u00dfe gesetzt. Per Anhalter schaffte er den R\u00fcckweg nach Berlin, wollte dort aber nicht bleiben. H\u00e4fner lebte gemeinsam mit seiner Mutter in B\u00f6singfeld und baute dort eine kleine T\u00f6pferei auf, w\u00e4hrend seine Frau bei seinem Bruder Erich in Leopoldsh\u00f6he lebte. Zum Schutz seiner Frau hielt er trotzdem die Ehe aufrecht. Im November 1943 fielen sein Berliner Atelier und seine Wohnung den Bombenangriffen zum Opfer, wobei mehrere seiner Bilder zerst\u00f6rt wurden. Im Jahr 1944 wurde seine Frau von der Gestapo verhaftet und in das Arbeitslager Elben eingeliefert, das sie aber \u00fcberlebte. Nach dem Krieg lie\u00df sich das Paar einvernehmlich scheiden. Herbert H\u00e4fner lebte bis zu seinem Lebensende in B\u00f6singfeld und starb dort trotz seiner ehemaligen Erfolge verarmt und vereinsamt.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"H\u00e4fner, Herbert - Museum der verlorenen Generation","description":"Herbert H\u00e4fner besuchte zun\u00e4chst ab 1920 die Kunstgewerbeschule in Hagen in Westfalen. 1924 ging er nach Berlin an die Vereinigte Staatsschule f\u00fcr Freie und Ang"}},"categories":[96],"class_list":["post-1092","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1092","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1092"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1092"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}