{"id":1093,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/haefner-thomas\/"},"modified":"2026-09-09T11:35:42","modified_gmt":"2026-09-09T09:35:42","slug":"haefner-thomas","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-thomas\/","title":{"rendered":"H\u00e4fner, Thomas"},"content":{"rendered":"<p>Der Sohn des K\u00fcnstlerpaares <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-mode-ilse\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Ilse Mode-H\u00e4fner<\/strong><\/span><\/a> und <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/haefner-herbert\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Herbert H\u00e4fner<\/span><\/strong><\/a> wuchs von fr\u00fchester Kindheit an in einem k\u00fcnstlerisch gepr\u00e4gten Umfeld auf. Er wurde am 24. Dezember 1928 geboren und von seinen Eltern mehrfach in Familienportr\u00e4ts dargestellt. Laut Dietmar Schmetz konnte Ilse Mode-H\u00e4fner die Entbindungskosten f\u00fcr ihren Sohn durch den Verkauf eines Portr\u00e4ts der Suffragette und Mitbegr\u00fcnderin der Kommunistischen Partei Gro\u00dfbritanniens (CPGB), Rose Cohn, begleichen. W\u00e4hrend des Nationalsozialismus musste die Familie mehrfach ihren Wohnsitz in Berlin wechseln, da Ilse J\u00fcdin war. Eine nahegelegte Scheidung lehnte Herbert ab. Daraufhin wurde er 1937 wegen sogenannter \u201ej\u00fcdischer Versippung\u201c aus der Reichskammer der bildenden K\u00fcnste ausgeschlossen. Durch Thomas\u2019 Erinnerungen werden die Erfahrungen des Nationalsozialismus insbesondere aus der Perspektive eines Kindes greifbar: Seine Mutter durfte nicht mehr \u00f6ffentlich ausstellen und malte fortan nur noch im eigenen Zuhause. Sein Vater hingegen wurde 1940 zur Wehrmacht eingezogen, aus der er laut Wehrgesetz von 1935 als \u201ewehrunw\u00fcrdig\u201c entlassen wurde. 1942 versuchte er erneut, in die Reichskulturkammer aufgenommen zu werden, doch auch diese Bem\u00fchungen scheiterten. Auch Thomas war Schikanen durch seine Mitsch\u00fcler ausgesetzt und wurde in der Schule als \u201eJudensau\u201c beschimpft. Nach diesem Vorfall entschlossen sich seine Eltern, den neunj\u00e4hrigen Thomas zu seinem Onkel Heinz Mode nach Basel zu schicken. 1938 kam es zu einem schmerzhaften Abschied: Heinz Mode sandte den jungen Thomas zun\u00e4chst ins franz\u00f6sische Marseille und von dort in Begleitung des Freundes und Professors Dr. Ludowyk nach Ceylon. Bis zum Kriegsende besuchte er auf der Insel Jaffna ein englischsprachiges Internat und war damit vor nationalsozialistischer Verfolgung gesch\u00fctzt. Die Entsendung in die unbekannte Ferne und die Trennung von seinen Eltern \u2013 insbesondere von Ilse, deren geplante Nachreise an den kurz zuvor geschlossenen Grenzen scheiterte \u2013 schmerzten den K\u00fcnstler jedoch Zeit seines Lebens. Seine ersten Schritte ins Berufsleben f\u00fchrten ihn als Stenotypist zur Nachrichtenagentur Reuters. Nach dem Krieg wurde die Ehe seiner Eltern einvernehmlich aufgel\u00f6st. Thomas lebte bei seiner Mutter in Leopoldsh\u00f6he und besuchte 1949\/50 die Staatliche Kunstakademie D\u00fcsseldorf, zun\u00e4chst in der Malklasse von Theo Champion und nach dessen Tod ab 1952 in der Meisterklasse von Otto Pankok. Thomas H\u00e4fner malte vor allem im Stil des sogenannten \"Fantastischen Realismus\" und pr\u00e4sentierte seine Gem\u00e4lde und Skulpturen unter anderem im Rahmen einer Ausstellung in Bonn 1964. Dies f\u00fchrte jedoch auch zu einem Konkurrenzverh\u00e4ltnis zwischen Mutter und Sohn. Insbesondere seine fr\u00fchen Werke lassen noch Einfl\u00fcsse seiner Zeit auf Ceylon erkennen und zeigen h\u00e4ufig die dortige Tier- und Pflanzenwelt, die an den Dschungel erinnert. Nach seiner Ausbildung arbeitete er als freischaffender Maler. Im Oktober 1955 zog seine Mutter zu ihm nach D\u00fcsseldorf. Infolge eines Schlaganfalls konnte sie ihren rechten Arm und ihre Hand mittlerweile nur noch stark eingeschr\u00e4nkt bewegen. Am 10. Oktober 1955 heiratete Thomas H\u00e4fner seine Partnerin \"Mouche\" (geb. Klei), gemeinsam bewohnten sie eine Wohnung in der Altstadt von D\u00fcsseldorf. Beide er\u00f6ffneten ein bald gut laufendes Gesch\u00e4ft f\u00fcr Schmuck und Kleinantiquit\u00e4ten. Fortan widmete sich der K\u00fcnstler verst\u00e4rkt der Schmuckherstellung. Ein Herzinfarkt im Dezember 1981 erm\u00fcdete den K\u00fcnstler zunehmend und der Gesundheitszustand verschlechterte sich stetig. 1984 findet eine gro\u00dfe Einzelausstellung in der \u201eGalerie an der D\u00fcssel\u201c statt. Am 30. Januar 1985 nahm sich Thomas H\u00e4fner im Alter von 56 Jahren in seinem D\u00fcsseldorfer Atelier das Leben.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"H\u00e4fner, Thomas - Museum der verlorenen Generation","description":"Der Sohn des K\u00fcnstlerpaares Ilse Mode-H\u00e4fner und Herbert H\u00e4fner wuchs von fr\u00fchester Kindheit an in einem k\u00fcnstlerisch gepr\u00e4gten Umfeld auf. 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