{"id":1095,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/hamann-hilde\/"},"modified":"2026-08-26T12:27:31","modified_gmt":"2026-08-26T10:27:31","slug":"hamann-hilde","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/hamann-hilde\/","title":{"rendered":"Hamann, Hilde"},"content":{"rendered":"<p>Die j\u00fcdische Malerin und Keramikerin Hilde Hamann wird 1898 als Hilde Guttmann in Breslau geboren. Zun\u00e4chst lebt sie in Berlin, dann in Dresden und zieht 1913 nach Hamburg. Dort studiert sie an der Kunstgewerbeschule bei Carl Otto Czeschka (1878\u20131960) Elfenbeinschnitzerei und Stoffmalerei, bevor sie im Atelier von Hans Hofmann (1880\u20131966) in M\u00fcnchen Malerei studiert. Nach der Heirat mit dem Bildhauer Paul Hamann (1891\u20131973) und der Geburt der Tochter Yvonne lebt das K\u00fcnstlerpaar bis 1926 \u00fcberwiegend in der K\u00fcnstlerkolonie Worpswede. Im Jahr 1923 erh\u00e4lt das Paar ein Stipendium, was ihnen eine Studienreise nach Italien erm\u00f6glicht. Hilde Hamann studiert 1924\/25 f\u00fcr sechs Monate in Paris bei Fernand L\u00e9ger (1881\u20131955). Im Jahr 1927 tritt die K\u00fcnstlerin der Hamburgischen Sezession bei, obwohl das K\u00fcnstlerpaar mit der gemeinsamen Tochter 1926 in die K\u00fcnstlerkolonie am Breitenbachplatz in Berlin \u00fcbergesiedelt war. Mit der zunehmenden Macht der Nationalsozialisten und wegen pers\u00f6nlicher Anfeindungen emigriert die Familie 1933 nach Paris. Dort beziehen sie ein Atelier in der Cit\u00e9 Fleurie, einer K\u00fcnstlerkolonie in Montparnasse. Das Ehepaar erh\u00e4lt Auftr\u00e4ge von Jean Cocteau (1889\u20131963), Andr\u00e9 Gide (1869\u20131951) und Man Ray (1890\u20131976). Ihren Lebensunterhalt verdienen sie durch die Fertigung von Lebendmasken, wobei Hilde ihrem Ehemann assistiert. Aufgrund der unsicheren politischen Lage \u00fcbersiedelt die Familie mithilfe von Harold Nicolson (1886\u20131968), der in den 1920er-Jahren in der britischen Botschaft in Berlin arbeitet, nach London: 1936 zuerst Hilde und Paul, 1938 folgt die Tochter aus einem Schweizer Internat. In London bezieht Hilde Hamann erneut ein Atelier, in dem sie mit ihrem Mann Ausstellungen organisiert und den Kontakt zu anderen deutschen K\u00fcnstlern im britischen Exil sucht, darunter Fred Uhlman (1901\u20131985) und Ren\u00e9e (eigentlich Rose) Mendel (1908 \u2013 nach 1974). Das Paar beteiligt sich au\u00dferdem an der Gr\u00fcndung des Freien Deutschen Kulturbundes, wo sie sich auch engagieren. Die Familie hat mit finanziellen Problemen zu k\u00e4mpfen. Ein Nachbar zeigt sie Ende 1939 als Spione an, daraufhin wird Paul Hamann 1940 inhaftiert. Dies veranlasst Hilde, zu Freunden zu ziehen. Nach Pauls Freilassung 1941 folgt die Trennung der beiden. Da Hilde Hamann ihren Lebensunterhalt als freie Malerin nicht mehr finanzieren kann, arbeitet sie im Kunstgewerbe. Nach dem Krieg schlie\u00dft die K\u00fcnstlerin ein dreij\u00e4hriges Keramikstudium an der Central School in Kingsway ab. Ab 1947 unterrichtet sie am von Paul Hamann gegr\u00fcndeten Camden Arts Center Keramik. Die Schule besucht auch ihre ehemalige Sezessions-Kollegin <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/feldberg-eber-lore\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Lore Feldberg-Eber<\/strong><\/span><\/a>, die wegen ihrer j\u00fcdischen Abstammung aus Deutschland geflohen ist. In den fr\u00fchen 1950er-Jahren erh\u00e4lt Hilde Hamann die britische Staatsb\u00fcrgerschaft. Sie kehrt 1954 noch einmal nach Deutschland zur\u00fcck, wo sie allerdings feststellen muss, dass ihr Haus in Worpswede von den Nationalsozialisten enteignet worden war und sie es auch nach dem Krieg nicht zur\u00fcckerhalten kann. Ihre s\u00e4mtlichen \u00d6lbilder gelten heute als verschollen.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Hamann, Hilde - Museum der verlorenen Generation","description":"Die j\u00fcdische Malerin und Keramikerin Hilde Hamann wird 1898 als Hilde Guttmann in Breslau geboren. 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