{"id":1100,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/heck-georg\/"},"modified":"2026-01-23T14:28:07","modified_gmt":"2026-01-23T14:28:07","slug":"heck-georg","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heck-georg\/","title":{"rendered":"Heck, Georg"},"content":{"rendered":"<p>Georg Heck machte zun\u00e4chst eine Lehre als Kunstschmied und arbeitete danach von 1914 bis 1916 als Fabrikarbeiter in den Adlerwerken seiner Geburtsstadt. Ab 1916 wurde er zum Kriegsdienst eingezogen und an der Westfront stationiert. In Frankreich geriet er in Gefangenschaft, aus der er erst 1920 entlassen wurde. Ab 1921 arbeitete Heck erneut in den Adlerwerken und verlor dort durch einen Arbeitsunfall mit einem Stahlsplitter sein rechtes Augenlicht.<\/p>\n<p>Wenige Jahre sp\u00e4ter schrieb er sich 1923\/24 an der st\u00e4dtischen Kunstschule in Frankfurt (im Folgenden auch \u201eSt\u00e4delschule\u201c) ein, wo er ab 1925 bei Johann Vincenz Cissarz studierte. Sein Eintritt in die Meisterklasse von Max Beckmann erfolgte 1928. Auf Vermittlung von Beckmann konnte er ab 1929 ein gro\u00dfes Wandfresko im Casino des Hochhauses der I.G.-Farben in Frankfurt gestalten, das jedoch sp\u00e4ter von den Nationalsozialist:innen \u00fcbermalt wurde. Von 1930 bis 1932 erhielt Heck nach eigenen Angaben ein Stipendium der St\u00e4delschule. Bis 1932 blieb er wahrscheinlich offizielles Mitglied der Meisterklasse Beckmanns.<\/p>\n<p>Noch im Februar 1933 beteiligte sich Heck an der Ausstellung \u201eDas junge Frankfurt\u201c im Frankfurter Kunstverein. Nur wenige Monate sp\u00e4ter wurden Werke von Heck in der Verbrennung am R\u00f6merberg vernichtet. Wegen erheblicher Mietverschuldung wurde ihm das Atelier am St\u00e4del gek\u00fcndigt. Im Frankfurter Karmeliterkloster fand er schlie\u00dflich eine neue Unterkunft und Arbeitsst\u00e4tte. Um vermutlich weiterhin k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig sein zu k\u00f6nnen, wurde er ab 1. Januar 1934 Mitglied der Reichskulturkammer und der Deutschen Arbeiterfront (DAF). Auch dem Reichsluftschutzbund (RLB) schloss er sich 1935 an.<\/p>\n<p>Trotzdem wurden 1937 seine Bilder in der Aktion \u201eEntartete Kunst\u201c aus der st\u00e4dtischen Galerie in Frankfurt am Main beschlagnahmt, um \u201everwertet\u201c zu werden. Vermutlich wurden sie in der Folge zerst\u00f6rt. Einstweilen blieb Heck 1939 noch vom Fronteinsatz verschont, da er aufgrund eines Magen- und Gallenleidens auf Kur war und nicht mit seiner vorgesehenen Truppe ausr\u00fccken konnte. Doch 1942 wurde der K\u00fcnstler erneut in den Kriegsdienst eingezogen und beim Luftschutz sowie als Asphaltierter eingesetzt. Im M\u00e4rz 1944 wurde bei den Bombenangriffen auf Frankfurt fast sein gesamtes im Karmeliterkloster lagerndes Werk und sein pers\u00f6nlicher Besitz zerst\u00f6rt. Noch 1945 wurde er als Kartograph und Koch an die Front in Ungarn versetzt. Dort fiel er Partisanen in die H\u00e4nde, wurde unter englischer Gefangenschaft nach Italien gebracht und erst nach mehreren Monaten entlassen.<\/p>\n<p>Nach Kriegsende gr\u00fcndete er 1953 mit Kolleg:innen wie Arthur Fauser oder Louise R\u00f6sler die \u201eFrankfurter Sezession\u201c, deren erste Ausstellung im Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath stattfand. Er wandte sich zunehmend der abstrakten Kunst zu, die nach dem Zweiten Weltkrieg eine dominante Kunststr\u00f6mung darstellt. Erst ab 1980 entstand eine erneute breitere Aufmerksamkeit f\u00fcr den K\u00fcnstler. 1982 verstarb Heck nach einem Sturz im Krankenhaus.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Heck, Georg - Museum der verlorenen Generation","description":"Georg Heck machte zun\u00e4chst eine Lehre als Kunstschmied und arbeitete danach von 1914 bis 1916 als Fabrikarbeiter in den Adlerwerken seiner Geburtsstadt. Ab 1916"}},"categories":[96],"class_list":["post-1100","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1100","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1100"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1100"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}