{"id":1103,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/heckrott-will\/"},"modified":"2026-08-19T14:41:39","modified_gmt":"2026-08-19T12:41:39","slug":"heckrott-will","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heckrott-will\/","title":{"rendered":"Heckrott, Will"},"content":{"rendered":"<p>Wilhelm Heckrott besuchte ab 1906 die Kunstgewerbeschule in Hannover. Ab 1910 studierte er mit einem dreij\u00e4hrigen Stipendium an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in Dresden. Dort trat er 1911 in die \"Tierklasse\" von <strong>Emanuel Hegenbarth<\/strong> (1868\u20131923) ein. Die gemeinsame Begeisterung f\u00fcr Tierdarstellungen verband die beiden K\u00fcnstler fortan. Heckrott war zudem Meistersch\u00fcler von <strong>Carl Bantzer<\/strong> (1857\u20131941). Im Ersten Weltkrieg diente Heckrott als Offizier an der Westfront. Nach Kriegsende kehrte er nach Dresden zur\u00fcck und setzte sein Studium als Meistersch\u00fcler von Bantzer und auch von Hegenbarth fort. Auf Initiative von <strong>Conrad Felixm\u00fcller<\/strong> (1897\u20131977) entstand die \u201eDresdner Sezession \u2013 Gruppe 1919\u201c, zu deren Mitbegr\u00fcndern neben Heckrott die Studienkollegen <strong>Otto Dix<\/strong> (1891\u20131969), <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/mitschke-collande-constantin-von\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Constantin von Mitschke-Collande<\/strong><\/span><\/a>,<strong> Oskar Kokoschka<\/strong> (1886\u20131980) und <strong>Otto Lange<\/strong> (1879\u20131944) z\u00e4hlten. Im gleichen Jahr erhielt Heckrott vom Senat der Akademie in Berlin den Staatspreis f\u00fcr Malerei. Er war zudem Mitglied der \u201eBerliner Sezession\u201c. Von 1920 bis 1929 war Heckrott als freischaffender K\u00fcnstler in Dresden t\u00e4tig und beteiligte sich regelm\u00e4\u00dfig an nationalen und internationalen Ausstellungen, etwa in Buenos Aires oder den USA. Im Jahr 1929 wurde er als Professor f\u00fcr angewandte Malerei an die Staatliche Kunstschule f\u00fcr Textilindustrie in Plauen im Vogtland berufen. Im Juni 1933 erfolgte seine fristlose Entlassung. Vorgehalten wurde ihm \u201eVerletzung der Amtspflicht\u201c wegen \u201ej\u00fcdisch-marxistischer\u201c Lehre und Malerei, die zu verstehen sei als \u201eein \u201aKrikel-Krakel\u2018 ohne jede organische Entwicklung\u201c. Heckrott wurde in \u201eSchutzhaft\u201c genommen. Er bem\u00fchte sich um seine Rehabilitierung als Lehrer, doch der jahrelange Prozess gegen das Deutsche Reich wurde auf Veranlassung des \u201eReichsministers\u201c Wilhelm Frick eingestellt und s\u00e4mtliche Antr\u00e4ge wurden abgelehnt. Von 1933 bis 1936 wurden Heckrotts Bilder in den Ausstellungen zahlreicher St\u00e4dte, so auch in der \u201eSchreckenskammer\u201c in der St\u00e4dtischen Galerie in N\u00fcrnberg, diffamiert. Bei der Beschlagnahmeaktion \u201eEntartete Kunst\u201c 1937 wurden Heckrotts Arbeiten aus den \u00f6ffentlichen Sammlungen entfernt, darunter auch das heute verschollene \u00d6lgem\u00e4lde \u201eMaienk\u00f6nigin\u201c (1919), das zudem in der Ausstellung \u201eEntartete Kunst\u201c gezeigt wurde. Heckrott ging in die innere Emigration und arbeitete zur\u00fcckgezogen im Bereich der angewandten Kunst. Anfang 1945 wurde er vor einer erneuten Verhaftung durch die Nationalsozialist:innen gewarnt und floh nach Holstein. Nach Kriegsende wurde ihm die R\u00fcckkehr nach Dresden wegen der \u201eangespannten Ern\u00e4hrungslage\u201c verweigert, und er ging stattdessen nach Bremen, wo er ab 1946 eine Professur an der Staatlichen Kunsthochschule erhielt.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Heckrott, Will - Museum der verlorenen Generation","description":"Wilhelm Heckrott besuchte ab 1906 die Kunstgewerbeschule in Hannover. 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