{"id":1105,"date":"2025-11-13T09:24:27","date_gmt":"2025-11-13T09:24:27","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/heider-schweinitz-maria-von\/"},"modified":"2026-08-26T12:06:52","modified_gmt":"2026-08-26T10:06:52","slug":"heider-schweinitz-maria-von","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heider-schweinitz-maria-von\/","title":{"rendered":"Heider-Schweinitz, Maria von"},"content":{"rendered":"<p>Johanna Maria Lina Gr\u00e4fin von Schweinitz und Krain, Freiin von Kauder, wird in eine wohlhabende Kaufmannsfamilie geboren. Im Anschluss an ihren Schulbesuch erh\u00e4lt sie ihren ersten Kunstunterricht bei dem franz\u00f6sisch-deutschen Maler Georg Mosson in Berlin, der Gr\u00fcndungsmitglied der Berliner Secession war. 1915 heiratet sie den aus Ulm stammenden Offizier Karl von Heider und kurz darauf kommt die erste Tochter Godela zur Welt. Nachdem die Familie 1918 nach Frankfurt am Main \u00fcbersiedelt, werden ihre beiden S\u00f6hne Hagen und Horand geboren. Vermutlich war sie aufgrund der famili\u00e4ren Verpflichtungen zum Pausieren ihrer k\u00fcnstlerischen T\u00e4tigkeit gezwungen, bis ihre Kinder das schulf\u00e4hige Alter erreichten. Heider-Schweinitz l\u00e4sst sich an der St\u00e4delschule bei Richard Scheibe in der Bildhauerei ausbilden. Anfang der 30er-Jahre unterh\u00e4lt sie enge Kontakte zu anderen K\u00fcnstlern ihrer Zeit, durch die sie entscheidend gepr\u00e4gt wird. Die Freundschaft mit Karl Schmidt-Rottluff f\u00fchrt sie sich immer mehr der expressionistischen Malerei zu. Beide halten sich regelm\u00e4\u00dfig bei der K\u00fcnstlerin und Galeristin <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/bekker-vom-rath-hanna\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Hanna Bekker vom Rath<\/strong><\/span><\/a> in Hofheim auf. Heider-Schweinitz schlie\u00dft auch Bekanntschaften mit Gerhard Marcks und Wilhelm Nay und verbringt Sommermonate der folgenden Jahre oft in der K\u00fcnstlerkolonie am Lebasee in Pommern. Ab 1934 unterh\u00e4lt sie ein eigenes Atelier am St\u00e4delschen Kunstinstitut. Aus dieser Zeit stammen die ersten erhaltenen \u00d6lgem\u00e4lde der K\u00fcnstlerin. Mit ihrem expressiven Stil widerspricht sie der nationalsozialistischen Kunstdoktrin. Obwohl sie unbehelligt als K\u00fcnstlerin t\u00e4tig sein kann, ist ihr aus diesem Grund nur ein Schaffen im Privaten und unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit m\u00f6glich. Sie pflegt intensiven Kontakt zu anderen, als \u201eentartet\u201c verfemten K\u00fcnstlern. In dieser Zeit entsteht auch das aus dem Jahr 1937 datierte \u201eErweiterte Selbstbildnis\u201c. Ab 1938 erh\u00e4lt sie Malverbot. In den Kriegsjahren nimmt der Kontrast in ihren Bildern zu, der von der Sinnsuche der Malerin angesichts der nationalsozialistischen Bedrohung zeigt. Im November 1943 f\u00e4llt ihr Atelier einem Luftangriff zum Opfer. Nachdem beide S\u00f6hne 1941 zum Russlandfeldzug eingezogen werden, erleiden beide schwere Kriegsverletzungen, an denen ihr Sohn Horand 1944 verstirbt. In den Wirren der Kriegs- und Nachkriegszeit verliert Heider-Schweinitz circa 300 Gem\u00e4lde ihres bisherigen Schaffens, darunter auch Fr\u00fchwerke, die sie nach Sachsen und Pommern ausgelagert hatte. Aufgrund des Materialmangels arbeitet die K\u00fcnstlerin in dieser entbehrungsreichen Zeit verst\u00e4rkt mit Feder und Tusche. Sie hat zunehmend mit gesundheitlichen Problemen zu k\u00e4mpfen. Ihr Mann wird nach seiner Entlassung aus einer leitenten Position in der I. G. Farben wiederholt inhaftiert. Heider-Schweinitz kann ab 1946 wieder \u00f6ffentlich ausstellen, wie in der Marburger Galerie Senta Kahl, im September 1947 mit der Zehlendorfer Frauengruppe in Berlin und in Gie\u00dfen in der Galerie Holderer. Im Juli pr\u00e4sentiert Hanna Bekker vom Rath die erste Einzelausstellung der K\u00fcnstlerin in ihrem Frankfurter Kunstkabinett.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Heider-Schweinitz, Maria von - Museum der verlorenen Generation","description":"Johanna Maria Lina Gr\u00e4fin von Schweinitz und Krain, Freiin von Kauder, wird in eine wohlhabende Kaufmannsfamilie geboren. Im Anschluss an ihren Schulbesuch erh\u00e4"}},"categories":[96],"class_list":["post-1105","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1105","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1105"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1105"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}