{"id":1109,"date":"2025-11-13T09:28:16","date_gmt":"2025-11-13T09:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/heise-katharina\/"},"modified":"2026-01-23T15:11:02","modified_gmt":"2026-01-23T15:11:02","slug":"heise-katharina","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heise-katharina\/","title":{"rendered":"Heise, Katharina"},"content":{"rendered":"<p>Gegen den Willen ihrer Eltern besuchte Katharina Heise zun\u00e4chst die Kunstgewerbeschule in Magdeburg und lernte unter anderem bei Adolf Rettelbusch (1858\u20131934), Richard Winckel (1870\u20131941) und Benno Marienfeld (1887\u20131917). Danach folgte 1912 die Ausbildung in der privaten Damen-Malschule von Ferdinand Dorsch (1875\u20131938) in Dresden. Gemeinsam mit ihrer Schwester Annelies Heise (1886\u20131937), die ebenfalls K\u00fcnstlerin war, ging Katharina Heise 1913 nach Paris. Dort setzte sie ihr Studium an Akademien wie der La Palette, der Acad\u00e9mie Ranson und der Acad\u00e9mie de la Grande Chaumi\u00e8re fort, unter anderem bei F\u00e9lix Vallotton (1865\u20131925).<\/p>\n<p>Zur\u00fcck in Deutschland wurde Heise vor ihrer geplanten zweiten Reise nach Paris vom Kriegsausbruch 1914 \u00fcberrascht und blieb deshalb in Berlin. Dort freundete sie sich mit K\u00e4the Kollwitz (1867\u20131945) an und \u00fcbernahm deren Atelier im Tiergarten. Unter dem m\u00e4nnlichen Pseudonym \u201eKarl Luis Heinrich-Salze\u201c fertigte sie Holzschnitte f\u00fcr die Zeitschrift \u201eDie Aktion\u201c an und erhielt 1918 eine von ihr gestaltete und ihr gewidmete Sondernummer. Zus\u00e4tzlich arbeitete sie f\u00fcr Ernst Nieckischs (1889\u20131967) politische Zeitschrift \u201eDer Widerstand\u201c. Ab 1920 wurde sie Mitglied des \u201eFrauenkunstverbands\u201c und ab 1925 Schriftf\u00fchrerin und Vizevorsitzende des \u201eFrauenkunstvereins\u201c in Berlin. Die befreundete Kollwitz, die dort auch Ehrenmitglied war, regte Heise dazu an, sich 1917 mit der Bildhauerei zu besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p>Im Jahr 1924 nahm sie an der Ersten Deutschen Kunstausstellung in der Sowjetunion teil. 1927 zeigte sie ihre Holzschnitte mit der \u201eNovembergruppe\u201c im Rahmen der Gro\u00dfen Kunstausstellung in Berlin und 1931 an der internationalen Ausstellung \u201eFrauen in Not\u201c in Paris.<\/p>\n<p>Mit der Machtergreifung der Nationalsozialist:innen 1933 endete ihre Ausstellungsm\u00f6glichkeit, und ihre Arbeiten wurden als \u201eentartet\u201c diffamiert. Nach 1945 konnte sie nicht mehr an ihre fr\u00fcheren Erfolge ankn\u00fcpfen. Sie geriet durch die Kunstpolitik der DDR ins Abseits und an den Rand ihrer Existenz.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Heise, Katharina - Museum der verlorenen Generation","description":"Gegen den Willen ihrer Eltern besuchte Katharina Heise zun\u00e4chst die Kunstgewerbeschule in Magdeburg und lernte unter anderem bei Adolf Rettelbusch (1858\u20131934),"}},"categories":[96],"class_list":["post-1109","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1109","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1109"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1109"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}