{"id":1114,"date":"2025-11-13T09:28:16","date_gmt":"2025-11-13T09:28:16","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/heuer-joachim\/"},"modified":"2026-08-19T14:24:41","modified_gmt":"2026-08-19T12:24:41","slug":"heuer-joachim","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heuer-joachim\/","title":{"rendered":"Heuer, Joachim"},"content":{"rendered":"<p>Joachim Heuer, Sohn des Arztes Wilhelm Heuer, nahm bereits ab 1917 privaten Malunterricht bei <strong>Otto Friedrich Wilhelm Sebaldt<\/strong> (*\u20091873\u2013letzte Erw\u00e4hnung 1919). Im Jahr 1918 musste der jugendliche Heuer als Soldat nach Frankreich. Nach seiner R\u00fcckkehr legte er die gymnasiale Notreifepr\u00fcfung ab, danach wurde er wieder zum Milit\u00e4rdienst nach K\u00f6nigsbr\u00fcck bei Dresden zur\u00fcckberufen. Ab 1919 studierte er an der Dresdner Kunstakademie und war bis 1923 Meistersch\u00fcler von Oskar Kokoschka (1886\u20131980), der dem jungen K\u00fcnstler durch seine finanzielle Unterst\u00fctzung eine Studienreise nach Italien erm\u00f6glichte. Mit Kokoschka blieb Heuer bis ins hohe Alter befreundet. Nach der Italienreise kam Heuer bis 1925 in die Klasse von <strong>Otto Hettner<\/strong> (1875\u20131931), wo er seine sp\u00e4tere Frau Annemarie Strau\u00df (1903\u20131988) kennenlernte. Nach dem Abschluss des Studiums bezog er als freier Maler ein Atelier im Haus am Antonsplatz, neben <strong>Bernhard Kretzschmar<\/strong> (1889\u20131972), <strong>Paul Berger-Bergner<\/strong> (1904\u20131978), <strong>Fritz Skade<\/strong> (1898\u20131971) und <strong>Peter August B\u00f6ckstiegel<\/strong> (1889\u20131951). Im Jahr 1932 war Heuer Gr\u00fcndungsmitglied und Schriftf\u00fchrer der \u201eDresdner Sezession\u201c, mit der er auch im selben Jahr erstmals ausstellte. Im \u201eDritten Reich\u201c konnte Heuer ab 1936 fast zehn Jahre nicht mehr ausstellen. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkrieges war Heuer Sanit\u00e4ter im Pferdelazarett und f\u00fchrte in dieser Zeit zahlreiche Tierdarstellungen aus. Im Jahr 1944 heiratete er die K\u00fcnstlerin Annemarie Strau\u00df. W\u00e4hrend des Kriegsdienstes stand er wegen seiner \u00f6ffentlichen Aussage, dass er das Scheitern des Hitlerattentats im Juli 1944 bedauere, vor dem Kriegsgericht. Er konnte sich jedoch verteidigen und wurde wieder an die Front entlassen. Als franz\u00f6sischer Kriegsgefangener gelangte Heuer in das Internierungslager am Genfer See. Bei einem der Bombenangriffe auf Dresden wurde 1945 mit dem Atelierhaus am Antonsplatz auch ein Gro\u00dfteil von Heuers Werken zerst\u00f6rt. Nach seiner Freilassung 1946 wurde Heuer von 1948 bis 1950 Dozent f\u00fcr k\u00fcnstlerische Formgestaltung an der Hochschule f\u00fcr industrielle Formgestaltung auf Burg Giebichenstein in Halle. Ab 1950 war er als freischaffender K\u00fcnstler in Dresden t\u00e4tig und beteiligte sich an Ausstellungen. Die N\u00e4he seiner Werke zum Kubismus konfrontierte ihn in der DDR mit dem Vorwurf des \u201eFormalismus\u201c. Nachdem eines seiner Gem\u00e4lde aus einer Gemeinschaftsausstellung Dresdner und Stuttgarter K\u00fcnstler entfernt wurde, durfte er bis 1977 nicht mehr an staatlichen Ausstellungen teilnehmen.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Heuer, Joachim - Museum der verlorenen Generation","description":"Joachim Heuer, Sohn des Arztes Wilhelm Heuer, nahm bereits ab 1917 privaten Malunterricht bei Otto Friedrich Wilhelm Sebaldt (*\u20091873\u2013letzte Erw\u00e4hnung 1919). 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