{"id":1126,"date":"2025-11-13T09:32:48","date_gmt":"2025-11-13T09:32:48","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/kamps-heinrich\/"},"modified":"2026-06-06T10:34:08","modified_gmt":"2026-06-06T08:34:08","slug":"kamps-heinrich","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/kamps-heinrich\/","title":{"rendered":"Kamps, Heinrich"},"content":{"rendered":"<p>Der K\u00fcnstler Heinrich Kamps absolvierte zwischen 1914 und 1915 ein Studium an der Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Krefeld sowie in Hamburg. Von 1917 bis 1919 besuchte er das Zeichenlehrseminar in D\u00fcsseldorf. Sein Werdegang umfasste Karriereh\u00f6hepunkte, die andere selbst in einem ganzen Leben kaum erreichten. Zun\u00e4chst bewegte sich Kamps im Umfeld der rheinischen Avantgarde: So wurde er 1922 Mitglied der K\u00fcnstlergruppe \u201eDas Junge Rheinland\u201c und stand in enger Verbindung zur progressiven D\u00fcsseldorfer Galerie \u201eNeue Kunst Frau Ey\u201c. K\u00fcnstlerische Begegnungen mit Pers\u00f6nlichkeiten wie den deutsch-niederl\u00e4ndischen Malern Jan Thorn-Prikker (1869\u20131932) sowie Heinrich Campendonk (1889\u20131957) pr\u00e4gten seine Entwicklung ebenso wie die Mitgliedschaft in der \u201eRheingruppe\u201c. 1925 erhielt Kamps eine Professur f\u00fcr das Lehramt an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf. Mit gerade einmal Anfang 30 wurde er Leiter der Staatlichen Kunstschule in Berlin-Sch\u00f6neberg, wo er Freundschaft mit dem K\u00fcnstler Erich Heckel schloss. Dieser wurde 1937 als \u201eentartet\u201c diffamiert, seine Werke wurden aus Museen beschlagnahmt, und sein Berliner Atelier wurde bei einem Bombenangriff im Jahr 1944 zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>1926 portr\u00e4tierte Kamps den Akademieprofessor, Kunsthistoriker und laut D\u00fcsseldorfer Heimatblatt \u201eheimatverbundenen Volkslehrer\u201c Hans Heinrich Nicolini (1883\u20131961), der neben seiner T\u00e4tigkeit im Vorstand des D\u00fcsseldorfer Schauspielhauses auch Interesse an bildender Kunst, Theater und dem Archivwesen zeigte. Aufgrund seines Engagements fand man ihn ebenfalls im Gruppenportr\u00e4t <em>Die Zeitgenossen<\/em> des K\u00fcnstlers Arthur Kaufmann von 1925, das heute im D\u00fcsseldorfer Stadtmuseum h\u00e4ngt. Das Portr\u00e4t Nicolinis hingegen befindet sich in der Sammlung B\u00f6hme.<\/p>\n<p>Mit der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 wurde Kamps aus seinem Direktorenamt entlassen. Vermutlich aufgrund seiner Weigerung, sich der NSDAP anzuschlie\u00dfen. Anschlie\u00dfend wechselte er an die Vereinigten Staatsschulen f\u00fcr freie und angewandte Kunst in Berlin, wo er den Lehrstuhl f\u00fcr Glas und Mosaik \u00fcbernahm. 1937 wurde er im Alter von knapp 40 Jahren zwangspensioniert. Um Abstand von den Nationalsozialisten zu gewinnen, entschied sich der K\u00fcnstler, auf der Ostseeinsel Hiddensee eine neue Heimat auf Zeit zu finden. Die Insel war ein beliebter Ort f\u00fcr K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler, die sich in den dortigen K\u00fcnstlerkolonien trafen. Zu ihnen geh\u00f6rten unter anderem <span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/wollmann-ottilie-johanna\/\"><strong>Gret Palucca<\/strong><\/a><\/span>, <span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/wolfthorn-julie\/\"><strong>Julie Wolfthorn<\/strong><\/a><\/span> und <span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/loewenthal-kaethe\/\"><strong>K\u00e4the L\u00f6wenthal<\/strong><\/a><\/span>. Die darauffolgenden Jahre zwischen 1937 und 1940 verbrachte Kamps auf der Insel. 1943 wurde sein Berliner Atelier ausgebombt; dabei ging nahezu sein gesamtes \u0152uvre verloren. Nach Kriegsende erhielt er 1946 einen Ruf an die D\u00fcsseldorfer Kunstakademie und wurde dort 1949 zum Direktor ernannt.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten \u201c. Dieser ist<span style=\"color: #33cccc;\">\u00a0<strong><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\">hier\u00a0<\/a><\/strong><\/span>erh\u00e4ltlich.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Kamps, Heinrich - Museum der verlorenen Generation","description":"Der K\u00fcnstler Heinrich Kamps absolvierte zwischen 1914 und 1915 ein Studium an der Kunstgewerbeschule in seiner Heimatstadt Krefeld sowie in Hamburg. 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