{"id":1128,"date":"2025-11-13T09:32:48","date_gmt":"2025-11-13T09:32:48","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/kaus-max\/"},"modified":"2026-05-22T12:12:19","modified_gmt":"2026-05-22T10:12:19","slug":"kaus-max","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/kaus-max\/","title":{"rendered":"Kaus, Max"},"content":{"rendered":"<p>Der Vater von Max Kaus, Joseph Kaus, ist als Kirchen- und Textilmaler in Berlin-Moabit t\u00e4tig und stirbt, als Kaus drei Jahre alt ist. Mit vierzehn Jahren verl\u00e4sst Kaus die Volksschule, um Maler zu werden. Zun\u00e4chst beginnt er eine Malerlehre und besucht begleitend die Kunstgewerbeschule in Berlin-Charlottenburg. Nach seinem Lehrabschluss 1908 wird er dort Vollsch\u00fcler bei <strong>Meinhard Jacoby <\/strong>(1873\u20131956) und arbeitet w\u00e4hrenddessen als freier Dekorationsmaler. Im Jahr 1913 bezieht er ein eigenes Atelier in Berlin-Charlottenburg. Mit einem Reisestipendium der Schule geht er zusammen mit seinem Studienfreund <strong>Hans Orlowski<\/strong> (1894\u20131967) nach Paris. Beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs kehrt Kaus nach Deutschland zur\u00fcck. Er wird als Sanit\u00e4ter beim Roten Kreuz ausgebildet und kommt mit einem Sanit\u00e4tszug nach Gent. Durch seine Versetzung nach Ostende im Jahr 1916 lernt er die Maler <strong>Erich Heckel<\/strong> (1883\u20131970), <strong>Anton Kerschbaumer<\/strong> (1885\u20131931), <strong>Otto Herbig<\/strong> (1889\u20131971) sowie den Dichter <strong>Ernst Morwitz<\/strong> (1887\u20131971) kennen. In Ostende dient Kaus im Sanit\u00e4tstrupp des Kunsthistorikers <strong>Walter Kaesbach<\/strong> (1879\u20131961), der so befreundete K\u00fcnstler vor dem direkten Einsatz an der Front bewahren kann. Mit Erich Heckel, der zu Kaus\u2018 Vorbild wird, entwickelt sich eine k\u00fcnstlerische Freundschaft. Nach Kriegsende kehrt Kaus nach Berlin zur\u00fcck und hat 1919 seine erste Ausstellung in der Galerie Ferdinand M\u00f6ller (1882\u20131956), danach folgen Ausstellungen in den Galerien <strong>Paul Cassirer<\/strong> (1871\u20131926) und <strong>Karl Nierendorf<\/strong> (1889\u20131947).<\/p>\n<p>Im Jahr 1920 wird Kaus Mitglied der Freien Sezession in Berlin und schlie\u00dft Bekanntschaft mit <strong>Karl Schmidt-Rottluff<\/strong> (1884\u20131976) und <strong>Otto M\u00fcller<\/strong> (1874\u20131930), mit denen er mehrere gemeinsame Ausstellungen gestaltet. Kaus heiratet die Porzellanmalerin Gertrud Kant und gemeinsam unternehmen sie zahlreiche Reisen, nach Oberitalien, Tirol und in die Schweiz. Ab 1926 unterrichtet er an seiner fr\u00fcheren Schule, der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule in Berlin-Charlottenburg. Im Jahr 1929 erh\u00e4lt er den Villa-Romana-Preis des Deutschen K\u00fcnstlerbundes.<\/p>\n<p>Seit 1935 ist Kaus Lehrer f\u00fcr fig\u00fcrliche Malerei an den Vereinigten Staatsschulen in Berlin. 1937 werden zahlreiche Werke des K\u00fcnstlers aus Ausstellungen und Museen entfernt, und 1938 muss Kaus seine Lehrt\u00e4tigkeit beenden. Er geht in die innere Emigration und beschr\u00e4nkt sich auf Landschaftsbilder. Als 1944 Gertrud verstirbt, heiratet er erneut: Dieses Mal die Kunststudentin Brigitte Kramm, die Ehe h\u00e4lt jedoch nur drei Jahre. Laut einem Werkverzeichnis wird er in den letzten Kriegsmonaten 1945 noch zum sogenannten \u201eVolkssturm\u201c eingezogen. Im Jahr 1949 erh\u00e4lt Kaus eine Professur an der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Berlin.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten \u201c. Dieser ist\u00a0<span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span> erh\u00e4ltlich.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Kaus, Max - Museum der verlorenen Generation","description":"Der Vater von Max Kaus, Joseph Kaus, ist als Kirchen- und Textilmaler in Berlin-Moabit t\u00e4tig und stirbt, als Kaus drei Jahre alt ist. 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