{"id":1155,"date":"2025-11-13T09:36:16","date_gmt":"2025-11-13T09:36:16","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/loewenthal-kaethe\/"},"modified":"2026-01-14T07:49:04","modified_gmt":"2026-01-14T07:49:04","slug":"loewenthal-kaethe","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/loewenthal-kaethe\/","title":{"rendered":"Loewenthal, K\u00e4the"},"content":{"rendered":"<p>K\u00e4the Loewenthal<\/p>\n<p>Berlin (DEU) 1878 \u2013 Izbica (POL) 1942<\/p>\n<p>Mit K\u00e4the Loewenthal begegnete uns eine Malerin, die konsequent und unabh\u00e4ngig ihren k\u00fcnstlerischen Werdegang ging und schon fr\u00fch Anerkennung erlangte. Ihr Werk ist jedoch nur in Teilen \u00fcberliefert. K\u00e4the Loewenthal wurde 1878 als \u00e4lteste von f\u00fcnf T\u00f6chtern des Augenarztes Wilhelm Loewenthal, der an verschiedenen Universit\u00e4ten lehrte, und seiner Frau Clara Loewenthal in Berlin geboren. Die j\u00fcdische Familie reiste oft wegen der wissenschaftlichen T\u00e4tigkeit des Vaters, und K\u00e4the verbrachte somit ihre Kindheit an vielen verschiedenen Orten wie Genf, Lausanne, Paris und in Argentinien.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend eines Aufenthalts in Bern zwischen 1892 und 1894 lie\u00df sie sich taufen und konfirmieren. Loewenthal begann schon in jungen Jahren, k\u00fcnstlerisch zu arbeiten. Nach ihrem Schulabschluss studierte sie bis 1897 bei Ferdinand Hodler. Im September 1900 besuchte sie einen Kurs f\u00fcr Landschaftsmalerei bei Wilhelm Feldmann in Zeven.<\/p>\n<p>Nach mehreren Studienreisen nach Italien ging sie nach Berlin. Dort studierte sie zwischen 1903 und 1904 bei Leo von K\u00f6nig in dessen privater Malschule. In dieser Zeit entstand eine enge Freundschaft und Liebesbeziehung zu der Malerin Erna Raabe Freiin von Holzhausen, die Sch\u00fclerin bei Wilhelm Tr\u00fcbner in Frankfurt am Main war. Ab 1905 arbeitete Loewenthal als freischaffende K\u00fcnstlerin in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Sie wurde Mitglied im K\u00fcnstlerinnen-Verein M\u00fcnchen, wo sie Kurse der vereinseigenen Damen-Akademie besuchte. Das in dieser Zeit um 1905\/06 gemalte Stillleben \u201eGr\u00fcne \u00c4pfel\u201c ist eines der wenigen heute noch erhaltenen \u00d6lbilder. Zum Jahreswechsel 1909\/10 bezog die K\u00fcnstlerin ein Atelier im Haus des W\u00fcrttembergischen Malerinnenvereins in Stuttgart. Im Jahr 1910 begann sie dort an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste, wo sie die Damen-Malschule von Adolf H\u00f6lzel besuchte. Ab 1912 verbrachte sie die Sommermonate auf Hiddensee und arbeitete dort an Seest\u00fccken und Landschaftsbildern. In Stuttgart war sie ab 1914 als freischaffende Malerin t\u00e4tig und beteiligte sich regelm\u00e4\u00dfig an Ausstellungen, darunter auch der Stuttgarter Sezession.<\/p>\n<p>Aufgrund ihrer j\u00fcdischen Herkunft erhielt Loewenthal ab 1934 Malverbot, worauf die K\u00fcndigung ihres Ateliers und der Ausschluss aus dem W\u00fcrttembergischen Malerinnenverein folgten. Sie durfte weder an Ausstellungen teilnehmen noch Bilder verkaufen. Im Jahr 1939 erfolgte der Umzug in eine \u201eJudenwohnung\u201c in Stuttgart-Kaltental.<\/p>\n<p>Im Februar 1942 wurde sie in das Durchgangslager Izbica bei Lublin im besetzten Polen deportiert, wo sie ermordet wurde. Bei einem Bombenangriff auf Stuttgart 1943 wurden zahlreiche ihrer in einem Magazin eingelagerten Werke zerst\u00f6rt, darunter vor allem Gem\u00e4lde.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Loewenthal, K\u00e4the - Museum der verlorenen Generation","description":"K\u00e4the Loewenthal Berlin (DEU) 1878 \u2013 Izbica (POL) 1942 Mit K\u00e4the Loewenthal begegnete uns eine Malerin, die konsequent und unabh\u00e4ngig ihren k\u00fcnstlerischen Werde"}},"categories":[96],"class_list":["post-1155","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1155","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1155"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1155"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}