{"id":1181,"date":"2025-11-13T09:40:44","date_gmt":"2025-11-13T09:40:44","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/nussbaum-jakob\/"},"modified":"2026-08-19T12:43:41","modified_gmt":"2026-08-19T10:43:41","slug":"nussbaum-jakob","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/nussbaum-jakob\/","title":{"rendered":"Nussbaum, Jakob"},"content":{"rendered":"<p>Jakob Nussbaum wurde 1873 als Sohn einer j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie in Rhina in Oberhessen geboren. 1883 \u00fcbersiedelte die Familie nach Frankfurt am Main. Dort absolvierte Nussbaum zun\u00e4chst eine kaufm\u00e4nnische Lehre im elterlichen Gesch\u00e4ft, konnte aber seine Eltern \u00fcberzeugen, ihm eine k\u00fcnstlerische Ausbildung zu erlauben. Diese begann 1893 mit dem Besuch der privaten Kunstschule des ungarischen Malers <strong>Simon Holl\u00f3sy (1857\u20131918)<\/strong> in M\u00fcnchen. Bereits ein Jahr sp\u00e4ter setzte Nussbaum seine Ausbildung an der Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen bei <strong>Gabriel Hackl (1843\u20131926)<\/strong> fort. Bis Ende der 1890er-Jahre besuchte er die von Holl\u00f3sy gegr\u00fcndete Malerkolonie in Nagyb\u00e1nya (heute Baia Mare, Rum\u00e4nien) in Siebenb\u00fcrgen, wo er sich mit der Freilichtmalerei auseinandersetzte. Ab 1901\/02 begann eine langj\u00e4hrige Freundschaft mit Max Liebermann (1847\u20131935), mit dem er 1908 eine Reise nach Holland unternahm. Von 1903 bis 1904 reiste Nussbaum nach Tunesien, sp\u00e4ter unternahm er auch eine Mittelmeerreise nach Malta. 1904 wurde er Mitglied der \u201eBerliner Sezession\u201c. In dieser Zeit pendelte er zwischen M\u00fcnchen, Berlin und Frankfurt am Main und beteiligte sich an vielen Ausstellungen, so auch 1902 an der \u201eBerliner Sezession\u201c. Nussbaum lie\u00df sich in Frankfurt am Main nieder und portr\u00e4tierte prominente Frankfurter Pers\u00f6nlichkeiten, darunter die Familie des Kaufmanns Martin Flersheim (1856\u20131935) sowie Ludwig Rottenberg (1864\u20131932) und <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/roederstein-ottilie-w\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Ottilie W. Roederstein<\/strong><\/span><\/a>. Im Jahr 1907 folgte eine gemeinsame Ausstellung mit <strong>Paul Klimsch (1868\u20131917)<\/strong>, <strong>Wilhelm Tr\u00fcbner (1851\u20131917)<\/strong>, <strong>Hans Burnitz (1875\u20131929)<\/strong> und anderen K\u00fcnstlern des \u201eFrankfurt-Cronberger K\u00fcnstlerbundes\u201c, dessen erster Vorsitzender Nussbaum von 1919 bis 1929 wurde. 1922 gr\u00fcndete er die Frankfurter K\u00fcnstlerhilfe. Nussbaum bezog 1924 ein Atelier in der St\u00e4dtischen Kunstgewerbeschule und leitete dort ab 1926 ein Meisteratelier. Im Jahr 1929 wurde ihm neben Max Beckmann (1884\u20131950), Reinhold Ewald und Richard Scheibe (1879\u20131964) der Ehrenpreis der Stadt Frankfurt am Main verliehen. Im April 1932 wurde Nussbaums Lehrvertrag an der St\u00e4dtischen Kunstgewerbeschule im St\u00e4delschen Kunstinstitut auf unbestimmte Zeit verl\u00e4ngert. Anl\u00e4sslich seines sechzigsten Geburtstags wurde Nussbaum zum Ehrenmitglied des \u201eFrankfurter K\u00fcnstlerbundes\u201c ernannt. Bereits kurze Zeit nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 wurde ihm die Professur aberkannt, das Meisteratelier entzogen und er wurde als Jude entlassen. Nussbaum legte alle \u00c4mter nieder und versteckte seine Gem\u00e4lde im St\u00e4delschen Kunstinstitut. Diese wurden in gezielt falsch beschrifteten Kisten eingelagert, wodurch sie den Krieg \u00fcberdauerten. Nussbaum wanderte im Oktober 1933 in das britische Mandatsgebiet Pal\u00e4stina aus und lie\u00df sich am See Genezareth nieder.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><strong> erh\u00e4ltlich<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Nussbaum, Jakob - Museum der verlorenen Generation","description":"Jakob Nussbaum wurde 1873 als Sohn einer j\u00fcdischen Kaufmannsfamilie in Rhina in Oberhessen geboren. 1883 \u00fcbersiedelte die Familie nach Frankfurt am Main. 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