{"id":1186,"date":"2025-11-13T09:46:20","date_gmt":"2025-11-13T09:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/otto-teo\/"},"modified":"2026-08-19T12:37:50","modified_gmt":"2026-08-19T10:37:50","slug":"otto-teo","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/otto-teo\/","title":{"rendered":"Otto, Teo"},"content":{"rendered":"<p>Der K\u00fcnstler Teo Otto, geboren 1904 in Remscheid, war auf vielf\u00e4ltige Weise k\u00fcnstlerisch aktiv. Er war sowohl als Maler als auch als B\u00fchnenbildner t\u00e4tig. Sp\u00e4ter wirkte er zudem als Hochschullehrer. Er pr\u00e4gte die Theatergeschichte ma\u00dfgeblich \u2013 insbesondere durch seine Arbeit als B\u00fchnenbildner. Nach dem Besuch der Staatlichen Fachschule f\u00fcr Eisen- und Stahlindustrie in Remscheid begann er im Jahr 1923 ein Studium der Malerei und Bildhauerei an der Kunstakademie Kassel. Dort war er Sch\u00fcler von Ewald D\u00fclberg. W\u00e4hrend seines Studiums schuf er Arbeiten f\u00fcr das <em>Proletkult-Theater<\/em> Kassel, eine kulturrevolution\u00e4re sozialistische Bewegung. 1925 fertigte er f\u00fcr das Staatstheater Kassel das B\u00fchnenbild f\u00fcr Sudrakas Schauspiel <em>Vasantasena<\/em>. Im September 1925 reiste er mit D\u00fclberg nach Paris, um dort Malerei zu studieren. 1927 begann er als Assistent des k\u00fcnstlerischen Beirats am Berliner Staatstheater und unterhielt ein Atelier mit dem sp\u00e4teren Bildhauer Ernst Kunst. Er fertigte ein B\u00fchnenbild f\u00fcr Bertolt Brechts Drama <em>Die Ma\u00dfnahme<\/em> und arbeitete bei Brechts Film <em>Kuhle Wampe<\/em> mit, der nach ersten Verboten ab 1932 nur mit Zensuren gezeigt werden durfte. 1931 wurde Otto im Alter von 28 Jahren Ausstattungschef im Verband der Preu\u00dfischen Staatstheater. Zum Zeitpunkt der nationalsozialistischen Machtergreifung im Januar 1933 erschuf er das B\u00fchnenbild f\u00fcr <em>Wer ist der D\u00fcmmste<\/em> des kommunistischen Dramatikers Gustav von Wangenheim am Berliner Theater <em>Truppe 31<\/em>. Kurz darauf wurde er aufgrund seiner politischen \u00dcberzeugung von den Nationalsozialist:innen aus dem Staatsdienst entlassen. Als Sozialist war er hochgradig gef\u00e4hrdet, verhaftet zu werden. Deshalb emigrierte er 1933 in die Schweiz, wo er am Z\u00fcrcher Schauspielhaus als B\u00fchnenbildner engagiert wurde. Das Theater entwickelte sich zum Zentrum f\u00fcr verfolgte und verfemte Autor:innen wie Else Lasker-Sch\u00fcler, Bertolt Brecht, Carl Zuckmayer und Friedrich Wolf. Otto fertigte u.a. B\u00fchnenbilder f\u00fcr die Mozart-Opern <em>Don Giovanni<\/em> und <em>Cos\u00ec fan tutte <\/em>am Teatro Col\u00f3n in Buenos Aires. Ebenso entwarf er B\u00fchnenbilder f\u00fcr St\u00fccke von Else Lasker-Sch\u00fcler, Bertolt Brecht und Friedrich D\u00fcrrenmatt. Ab 1947 wurden seine Zeichnungen wieder in Deutschland ausgestellt. Von 1949 bis zu seinem Tod war er als Gast-B\u00fchnenbildner f\u00fcr die wichtigsten deutschsprachigen B\u00fchnen t\u00e4tig, darunter das Burgtheater Wien, die Wiener Staatsoper, die Salzburger Festspiele, die Deutsche Oper Berlin und die M\u00fcnchner Kammerspiele. Otto beschloss, vorerst weiter in Z\u00fcrich zu leben, und nahm schlie\u00dflich im Jahr 1953 die Schweizer Staatsb\u00fcrgerschaft an. Von 1952 bis 1957 war er Leiter der B\u00fchnenbildklasse an der Staatlichen Werkakademie Kassel und wurde zum Professor f\u00fcr B\u00fchnenbildnerei an der Kunstakademie D\u00fcsseldorf berufen. Im Jahr 1963 erhielt Otto das \u00d6sterreichische Ehrenkreuz f\u00fcr Kunst und Wissenschaft, 1964 folgte das Gro\u00dfe Bundesverdienstkreuz. Im Jahr 1968 starb Otto an den Folgen eines Herzinfarkts.<\/p>\n<p><span data-teams=\"true\"><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><a id=\"menur67a\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/span><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Otto, Teo - Museum der verlorenen Generation","description":"Der K\u00fcnstler Teo Otto, geboren 1904 in Remscheid, war auf vielf\u00e4ltige Weise k\u00fcnstlerisch aktiv. 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