{"id":1216,"date":"2025-11-13T09:50:25","date_gmt":"2025-11-13T09:50:25","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/schuelein-julius-wolfgang\/"},"modified":"2026-10-02T14:10:23","modified_gmt":"2026-10-02T12:10:23","slug":"schuelein-julius-wolfgang","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/schuelein-julius-wolfgang\/","title":{"rendered":"Sch\u00fclein, Julius Wolfgang"},"content":{"rendered":"<p>Der M\u00fcnchner K\u00fcnstler Julius Wolfgang Sch\u00fclein stammte aus einer assimilierten deutsch-j\u00fcdischen Bankiersfamilie. Zun\u00e4chst studierte er an den Universit\u00e4ten in M\u00fcnchen und Berlin Jura. Als Nebenf\u00e4cher belegte er Philosophie, Kunstgeschichte und National\u00f6konomie. Nach dem bestandenen Ersten Staatsexamen beendete er sein Studium und wurde 1905 in den Vorbereitungskurs der Malschule von Moritz Heymann aufgenommen. Anschlie\u00dfend besuchte er die renommierte Akademie der Bildenden K\u00fcnste in M\u00fcnchen, wo er die Zeichenklasse unter Hugo Habermann besuchte. Danach er\u00f6ffnete Sch\u00fclein sein eigenes Atelier, das sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wohnhaus der Familie von Thomas Mann befand. Der sp\u00e4tere Literaturpreistr\u00e4ger und seine Ehefrau Katia Mann, geborene Pringsheim, lebten zu dieser Zeit in der N\u00e4he und blieben mit Sch\u00fclein freundschaftlich verbunden. 1908 zog es den K\u00fcnstler nach Paris, wo er bis 1913 an der Acad\u00e9mie de La Palette, einer renommierten privaten Kunstakademie, studierte. Dort lernte er die K\u00fcnstlerin Suzanne Carvallo (1883\u20131972) kennen, in die er sich verliebte. Die beiden heirateten 1912. Ein Selbstbildnis der K\u00fcnstlerin befindet sich heute in den Bayerischen Staatsgem\u00e4ldesammlungen. Ein Jahr nach ihrer Trauung zog das Paar nach M\u00fcnchen, wo 1916 ihre Tochter Katharina (Catharine) zur Welt kam. In M\u00fcnchen erwartete die Sch\u00fcleins zudem eine angesehene Verwandtschaft, die seit 1873 dort ans\u00e4ssig war und sich insbesondere in der Brauereibranche einen Namen gemacht hatte. Sch\u00fclein wurde Mitbegr\u00fcnder der Neuen Sezession, wo er gemeinsam mit dem K\u00fcnstler <span style=\"color: #000000;\">Max Unold<\/span> Schriftenf\u00fchrer war. Die Familie verbrachte viel Zeit am Gardasee und in Venedig, bis sie 1930 nach Berlin umzog. Im April 1933 flohen sie nach Frankreich, wo Sch\u00fclein Teil der 1937 gegr\u00fcndeten Gruppe \u201eFreier K\u00fcnstlerbund\u201c (L'Union des Artistes Libres) wurde. Dort waren auch <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/heckroth-hein\/\"><span style=\"color: #33cccc;\"><strong>Hein Heckroth<\/strong><\/span><\/a>, <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/oehl-erwin\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Erwin Oehl<\/span><\/strong><\/a>, <span style=\"color: #000000;\">Max Oppenheimer<\/span>, <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/spiro-eugen\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Eugen Spiro<\/span><\/strong><\/a>, <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/liebknecht-robert\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Robert Liebknecht<\/span><\/strong><\/a>, <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/kirszenbaum-jechezkiel-david\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Jechezkiel David Kirszenbaum<\/span><\/strong><\/a> und <a href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/strempel-horst\/\"><strong><span style=\"color: #33cccc;\">Horst Strempel<\/span><\/strong><\/a> Mitglieder. Seine Druckgrafiken wurden im August 1937 aus diversen st\u00e4dtischen Kunstsammlungen beschlagnahmt und sind bis heute als \u201eim NS-Inventar als zerst\u00f6rt\u201c verzeichnet. Betroffen waren unter anderem das Museum Folkwang in Essen, die Kunsthalle Bremen und das Kaiser-Friedrich-Museum in Magdeburg. Mit seiner Familie floh Sch\u00fclein nach der Macht\u00fcbernahme der Nationalsozialisten 1933 \u00fcber Paris und Lissabon und letztlich per Schiff nach New York. Dort hatte er 1945 seine erste Ausstellung in der Galerie M. Knoedler &amp; Co. Im Jahr 1951 erhielt er von der Akademie der Bildenden K\u00fcnste M\u00fcnchen eine Ehrenprofessur. Er starb am 25. November 1970 in New York City.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist <span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\">here<\/a> <\/span>erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Sch\u00fclein, Julius Wolfgang - Museum der verlorenen Generation","description":"Der M\u00fcnchner K\u00fcnstler Julius Wolfgang Sch\u00fclein stammte aus einer assimilierten deutsch-j\u00fcdischen Bankiersfamilie. 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