{"id":1256,"date":"2025-11-13T10:02:22","date_gmt":"2025-11-13T10:02:22","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/voigt-bruno\/"},"modified":"2026-01-17T13:09:37","modified_gmt":"2026-01-17T13:09:37","slug":"voigt-bruno","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/voigt-bruno\/","title":{"rendered":"Voigt, Bruno"},"content":{"rendered":"<p data-start=\"102\" data-end=\"521\">Bruno Voigt wurde schon im Kindesalter durch das politisch links orientierte Engagement seiner Eltern gepr\u00e4gt. 1929 begann er sein Studium an der Hochschule f\u00fcr Bildende Kunst in Weimar in der Klasse von Walther Klemm. Zwei Jahre sp\u00e4ter trat er dem Kampfbund Rote Einheit sowie der Roten Hilfe bei und engagierte sich zugleich im Kabarett Rote Raketen, w\u00e4hrend er heimlich Zeichnungen in Caf\u00e9s und Kneipen anfertigte.<\/p>\n<p data-start=\"523\" data-end=\"947\">1932 erhielt Voigt eine Anstellung als Grafiker beim Bavaria-Verlag in M\u00fcnchen, die ihm zun\u00e4chst finanzielle Sicherheit bot. Im Widerstand gegen das NS-Regime gr\u00fcndete er 1933 mit anderen Aktivisten das republikanische Linkskartell der Geistesschaffenden, das jedoch bald wieder aufgel\u00f6st wurde. Im Mai 1933 verlor er seine Stelle beim Verlag, und im Sommer zerst\u00f6rten SA und Polizei sein Atelier samt Bildern und B\u00fcchern. Ein Jahr sp\u00e4ter schuf er eine Grafik als direkte Kritik am NS-Regime, in der er das Kreuz mit dem Hakenkreuz kombinierte, um die Brutalit\u00e4t des Regimes der christlichen Botschaft von N\u00e4chstenliebe gegen\u00fcberzustellen. Trotz Repression blieb Voigt in Deutschland und arbeitete weiterhin an gesellschaftskritischer, figurativer Kunst. Aufgrund seiner Regimegegnerschaft erhielt er jedoch Ausstellungs- und Berufsverbot und zog sich ins Landhaus seiner Tante in Ulrichshalben zur\u00fcck, wo er bis 1944 weitere Werke, teilweise direkt zum Zweiten Weltkrieg, schuf. Ende 1941 wurde Voigt zur Infanterie an die Ostfront eingezogen und nahm an der Leningrader Blockade sowie K\u00e4mpfen in Karelien teil. 1944 wurde er nach Holland verlegt, desertierte und geriet in englische Kriegsgefangenschaft. In Frankreich arbeitete er beim Minenr\u00e4umkommando in Cabourg als Zeichner und Dolmetscher. Im November 1947 kehrte er nach Gotha zur\u00fcck, das nun in der sowjetischen Besatzungszone lag, und engagierte sich kulturell und politisch f\u00fcr die SED.<\/p>\n<p data-start=\"523\" data-end=\"947\">Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten \u201c. Dieser ist\u00a0<span style=\"color: #33cccc;\"><a style=\"color: #33cccc;\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span> erh\u00e4ltlich.<\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Voigt, Bruno - Museum der verlorenen Generation","description":"Bruno Voigt wurde schon im Kindesalter durch das politisch links orientierte Engagement seiner Eltern gepr\u00e4gt. 1929 begann er sein Studium an der Hochschule f\u00fcr"}},"categories":[96],"class_list":["post-1256","kuenstler","type-kuenstler","status-publish","hentry","category-kuenstler"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler\/1256","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/kuenstler"}],"about":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/kuenstler"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1256"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1256"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}