{"id":989,"date":"2025-11-13T09:02:09","date_gmt":"2025-11-13T09:02:09","guid":{"rendered":"https:\/\/verlorene-generation.com\/kuenstler\/aknin-anne\/"},"modified":"2026-09-05T16:58:10","modified_gmt":"2026-09-05T14:58:10","slug":"aknin-anne","status":"publish","type":"kuenstler","link":"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/kuenstler\/aknin-anne\/","title":{"rendered":"Aknin, Anne"},"content":{"rendered":"<p>Die K\u00fcnstlerin Anna Aknin wurde 1922 in eine polnisch-j\u00fcdische B\u00fcrgerfamilie geboren. Sie besuchte das j\u00fcdische Gymnasium Lubinski in Warschau. Nach der Besetzung Polens durch die deutsche Wehrmacht im September 1939 wurde ihr Vater bei der Beantragung eines Ausweises zur Fortf\u00fchrung seiner T\u00e4tigkeit als Holzexporteur k\u00f6rperlich misshandelt. Zudem wurde ihm der Kopf auf dem\u00fctigende Weise in Form eines Hakenkreuzes geschoren. Der Vater wurde zur\u00fcck nach Bia\u0142ystok geschickt und Anne, ihre Mutter und ihre Schwester Elisabeth, genannt Betty, sollten folgen. Doch sie schafften es nicht, Warschau zu verlassen, und wurden in das Warschauer Ghetto deportiert. Geschw\u00e4cht durch Hunger starb die Schwester Betty im M\u00e4rz 1942 im Ghetto-Krankenhaus. Der Vater kehrte nach Warschau zur\u00fcck, doch er \u201everschwand\u201c pl\u00f6tzlich am 13. August 1942. Anne sah ihn nie wieder. Im April 1943 wurden Anne und ihre Mutter Zeuginnen des Warschauer Ghettoaufstands. Im Mai 1943 erfolgte die Deportation nach Majdanek, bei der sie von ihrer Mutter getrennt wurde. Von dort kam sie in ein Lager des Waffenherstellers HASAG in Skar\u017cysko-Kamienna. Sie wurde zur Zwangsarbeit in einer Schneiderei eingeteilt und n\u00e4hte unter anderem Fallschirme. Von dort kam sie nach Buchenwald und anschlie\u00dfend zu einem weiteren Standort eines Werkes der HASAG in Leipzig, einem Frauenau\u00dfenlager des KZ Buchenwald. Sie musste um vier Uhr morgens aufstehen und rieb in der Fabrik zw\u00f6lf Stunden lang Schrauben in Bottichen mit hei\u00dfem \u00d6l ein. Aufgrund dieser Arbeit, bei der ihre Arme bis zu den Ellenbogen in das hei\u00dfe \u00d6l getaucht wurden, litt sie noch Jahrzehnte sp\u00e4ter an Ekzemen und Hautausschlag. Am 13. April 1945 wurde das Lager evakuiert und die H\u00e4ftlinge auf einen sogenannten \u201eTodesmarsch\u201c geschickt. Anne floh in der Nacht mit zwei polnischen Kameradinnen nach Westen. \u00dcber Chemnitz gelangte sie in ein Lager f\u00fcr franz\u00f6sische Kriegsgefangene und anschlie\u00dfend mit einem Konvoi nach Paris, wo sie am 8. Mai im Hotel Lutetia empfangen wurde. Von dort kam sie in ein Pflegeheim bei Grenoble. Einige Monate sp\u00e4ter begann sie ihr Studium an der \u00c9cole des Arts et du B\u00e2timent in Grenoble, das sie bis 1948 absolvierte. Von 1970 bis 1975 studierte sie an der \u00c9cole du Louvre in Paris. Im Jahr 1959 wurde sie Professorin f\u00fcr Zeichnen am Lyc\u00e9e de Fort-de-France in Martinique sowie am Lyc\u00e9e de Pontoise. Viele Reisen f\u00fchrten sie nach Kanada, Mexiko und in die USA. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Von 1957 bis 1962 hielt sie sich auf den Antillen auf und war an der Schaffung des Centre d\u2019Art Antillais beteiligt, einer Kunstinstitution bzw. einem Kunstzentrum im franz\u00f6sischsprachigen karibischen Raum.<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog \u201eWir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten\u201c. Dieser ist\u00a0<\/strong><span style=\"color: #33cccc;\"><a id=\"menur4r4\" class=\"fui-Link ___1q1shib f2hkw1w f3rmtva f1ewtqcl fyind8e f1k6fduh f1w7gpdv fk6fouc fjoy568 figsok6 f1s184ao f1mk8lai fnbmjn9 f1o700av f13mvf36 f1cmlufx f9n3di6 f1ids18y f1tx3yz7 f1deo86v f1eh06m1 f1iescvh fhgqx19 f1olyrje f1p93eir f1nev41a f1h8hb77 f1lqvz6u f10aw75t fsle3fq f17ae5zn\" style=\"color: #33cccc;\" title=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/produkt\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" href=\"https:\/\/verlorene-generation.com\/en\/product\/wir-werden-euch-nicht-vergessen-die-verlorene-generation-ihre-kunst-ihre-geschichten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\" aria-label=\"Link HIER\"><strong>HIER<\/strong><\/a><\/span><strong> erh\u00e4ltlich.<\/strong><\/p>","protected":false},"featured_media":0,"template":"","meta":{"_acf_changed":false,"slim_seo":{"title":"Aknin, Anne - Museum der verlorenen Generation","description":"Die K\u00fcnstlerin Anna Aknin wurde 1922 in eine polnisch-j\u00fcdische B\u00fcrgerfamilie geboren. 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