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2016 0004

Künstler

2016 0004

Stillleben

|

1923

Behrens-Hangeler, Herbert

1898

Berlin (DEU)

-

1981

Fredersdorf-Vogelsdorf (DEU)

Herbert Behrens-Hangeler

Berlin (DEU) 1898 ‒ 1981 Fredersdorf-Vogelsdorf (DEU)

Als Sohn eines Gärtners wuchs Herbert Behrens-Hangeler in Essen auf. 1916 malte er, inspiriert von Wassily Kandinsky, sein erstes abstraktes Bild und ebnete damit seinen Weg in die Abstraktion.

Nach seinem Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg zog der verwundete Behrens-Hangeler nach Bielefeld. Mit seiner Künstler:innengruppe „Der Wurf“ hielt die abstrakte Kunst dort erstmals Einzug. Zwei Jahre vor der Entstehung von Stillleben entschied sich Behrens-Hangeler, nach Berlin zurückzukehren, und wurde Mitglied der Novembergruppe.

Kurz nach 1933 wurde die Kunst von Behrens-Hangeler als „entartet“ diffamiert, und einige seiner Werke verbrannten in einem von der Sturmabteilung (SA) in Kassel angezündeten Güterwaggon. Trotz aller Anfeindungen zeigte er 1936 gemeinsam mit Johannes Molzahn abstrakte Arbeiten am Kurfürstendamm. Nebenbei arbeitete er als Kameramann und Fachmann für Farbfilm bei Siemens & Halske und Tobis Filmverleih. Kurz vor Kriegsende entzogen er sich einem Einberufungsbefehl durch Verweigerung und tauchte unter.

Als „Abstrakter“ in der DDR wurde sein Stil auch in der Nachkriegszeit abgelehnt. Ihm wurde zum Vorwurf gemacht, dass seine Kunst künstlerischer Individualität diente und nicht primär der Staatsidee. Daher beschloss er Anfang der 1960er-Jahre, sich aus dem öffentlichen Kunstbetrieb zurückzuziehen.

Werke

Komposition im weißen Feld

Öl auf Leinwand

170 × 130 cm

Stillleben

Öl auf Leinwand

52,5 × 65 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

Museum Kunst der Verlorenen Generation

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