
Künstler

Bildnis Fien de la Mar
|
1932
Brill, Erich
1895
Lübeck (DEU)
-
1942
Gut Jungfernhof (DEU)
Erich Brill Lübeck (DEU) 1895 ‒ 1942 Gut Jungfernhof (DEU) Erich Brill, aufgewachsen in wohlhabenden Verhältnissen in Hamburg, studierte zunächst Philosophie und Nationalökonomie, bevor er sich der Kunst zuwandte und freier Künstler wurde. Innerhalb der deutschen Kunstszene gelangte er schnell zu Anerkennung, so zählte er Max Liebermann zu seinen Freund:innen und Karl Schmidt-Rottluff wurde ein Förderer. Als Mitglied der Hamburgischen Künstlerschaft unternahm Brill ab 1922 zahlreiche Reisen. Mit Beginn des NS-Regimes flüchtete Brill aufgrund seiner jüdischen Abstammung in das niederländische Exil; während dieser Zeit entstand das Gemälde „Vondelpark in Amsterdam“, das den zweitgrößten Park der Niederlande zeigt. Seine Tochter aus erster Ehe blieb bei ihm in Amsterdam, während seine geschiedene Frau 1934 nach Brasilien emigrierte. Brill und seine Tochter folgten im darauffolgenden Jahr. Trotz Warnungen kehrte er 1936 nach Hamburg zurück. Dort wurde er 1937 wegen „Rassenschande“ verhaftet und zu vier Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach seiner Entlassung konnte er wegen seines ungültigen Visums nicht ausreisen. Bevor Brill in das KZ Jungfernhof bei Riga deportiert wurde, verbrachte er seine letzte Zeit in Freiheit damit, Freunde zu besuchen. Schließlich wurde er im Rahmen der „Aktion Dünamünde“ ermordet, einer von vielen Massenerschießungen während des Holocausts.
Werke

Vondelpark
Öl auf Leinwand
63,3 × 81,6 cm

Bildnis Fien de la Mar (1898–1965)
Öl auf Leinwand
81 × 59,5 cm