Skip to Content
Museum logo de web
2016 0044

Künstler

2016 0044

Landschaft

|

1934

Freytag, Otto

1888

Duisburg (DEU)

-

1980

Berlin (DEU)

Otto Freytag

Duisburg (DEU) 1888 – 1980 Berlin (DEU)

Nach dem Besuch des humanistischen Gymnasiums machte Otto Freytag von 1904 bis 1906 eine Lehre als Zeichner in einem Ingenieur- und Architekturbüro. Im Jahr 1906 trat er in die Kunstgewerbeschule in Düsseldorf ein, studierte zunächst Architektur in der Klasse von Peter Behrens, wechselte dann aber ins Fach Malerei. Nach seinem Abschluss wurde er Schüler bei Paul Sérusier in München. Freytag begleitete Sérusier Anfang 1909 nach Paris und wurde von ihm in den Künstlerkreis des Café du Dôme eingeführt.

Im Jahr 1910 kehrte Freytag nach Deutschland zurück, ging nach Berlin und fand Aufnahme im Atelier von Lovis Corinth. Dort machte er Bekanntschaft mit Anton Kerschbaumer. Während des Ersten Weltkriegs war Freytag ab 1914 als Krankenpfleger in Flandern und ab 1918 als Leutnant in einem Infanterieregiment in Frankreich stationiert. Ab etwa 1923 stellte er regelmäßig in der „Juryfreien Kunstschau“ in Berlin bis zu ihrer Auflösung durch das NS-Regime 1934 aus. Freytag nahm weiterhin an den Ausstellungen in der Berliner Akademie der Künste und der „Berliner Sezession“ teil. Im selben Jahr erhielt er vom „Deutschen Künstlerbund“ den Villa-Romana-Preis, den seit 1905 vergebenen ältesten deutschen Kunstpreis.

Freytag lebte und arbeitete ein Jahr lang in der Villa Romana in Florenz. In dieser Zeit entstand 1934 auch das Bild "Badende Frauen am Strand". Nach seiner Rückkehr wurde seine Kunst in Deutschland als „entartet“ diffamiert, und seine Bilder wurden aus der Berliner Nationalgalerie und dem Kronprinzenpalais entfernt. Auf Empfehlung von Alexander Kanoldt, ehemaliger Leiter der Hochschule für Kunsterziehung in Berlin-Schöneberg, wurde es ihm dennoch ermöglicht, dort ab 1937 zu lehren. Als „entarteter“ Künstler wurde Freytag erst 1943 der Professorentitel zuerkannt. Sein einziger Sohn Kaspar fiel kurz vor Kriegsende im Jahr 1945.

Werke

Landschaft

Öl auf Leinwand

nan

Stillleben mit großer Muschel

Öl auf Hartfaserplatte

76,7 × 61,8

Café

Öl auf Leinwand

95 × 95 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

Melden Sie sich für unseren Newsletter an

crossmenuarrow-right