Helene (Lene) Schneider wurde in Wien als Tochter des jüdischen Malers Sigmund Schneider geboren und begann dort ihre künstlerische Ausbildung. Sie setzte das Studium in München und später in Paris fort, wo sie 1910 Ludwig Kainer heiratete. Nach Aufenthalten in Berlin, Lübeck und Amsterdam gelang ihr 1917 der Durchbruch mit einer Einzelausstellung in der Galerie Fritz Gurlitt. 1925 eröffnete sie in Berlin einen Mode-Kunst-Salon, den sie 1926 nach ihrer Scheidung weiterführte. 1931 erhielt sie den Rompreis und verbrachte mehrere Monate in der Villa Massimo.
Mit dem Aufkommen des Nationalsozialismus floh sie 1932 nach Mallorca und 1933 weiter nach Ibiza, wo sie das Gästehaus Ca Vostra für emigrierte Künstler eröffnete. Nach der Zerstörung ihrer Pension während des Spanischen Bürgerkriegs 1937 emigrierte sie nach New York. Dort gründete sie einen Kinderbuchverlag und illustrierte unter dem Pseudonym „Elena Eleska“. 1954 zog sie zu ihrem Sohn nach Bolivien und arbeitete in Cochabamba in dessen Stofffabrik, um die traditionelle Textilproduktion zu fördern.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
