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2022 0559D

Künstler

2022 0559D

Leopoldskron

|

1926

Schulz, Josef

1893

Salzburg (AUT)

-

1973

Salzburg (AUT)

Josef Schulz war ein Salzburger „Urgestein“: Er wurde in der Altstadt geboren und wuchs in einfachen Verhältnissen auf. Nach dem Schulabschluss 1914 wurde er zum Kriegsdienst in den Dolomiten eingezogen und geriet 1918 in italienische Kriegsgefangenschaft, aus der er 1919 entlassen wurde. Zurück in Österreich arbeitete er wieder als Lehrer und heiratete 1922 Etty Adametz. In diesen Jahren knüpfte er wichtige Freundschaften, darunter mit Anton Faistauer, der seine künstlerische Entwicklung stark beeinflusste.

1927 scheiterte seine Ehe, und wegen unkonventioneller Lehrmethoden geriet er in Kritik; gesundheitlich angeschlagen wurde er vorzeitig pensioniert. Er ging nach Wien, studierte an der Akademie der Bildenden Künste und später an der Wiener Kunstgewerbeschule, bevor er nach Berlin ging und schließlich endgültig nach Salzburg zurückkehrte. 1933 trat er der von Faistauer gegründeten Künstlervereinigung Sonderbund bei, was ihm erste größere Ausstellungen ermöglichte, unter anderem 1936 in der Salzburger Galerie Welz und in Wien.

Doch 1938 stoppte der „Anschluss“ Österreichs seine Karriere abrupt. Unter dem NS-Regime galt alles Modernistische, Abstrakte oder von „unerwünschten“ Personen Geschaffene als „entartet“. Durch die Ablehnung der Reichskammer der bildenden Künste verlor Schulz seine Arbeitsgrundlage und durfte nicht mehr ausstellen. Er zog sich in sein Dachkammer-Atelier zurück und zeigte seine Werke nur noch wenigen Vertrauten. Seine Malerei richtete sich nun verstärkt auf religiöse Motive, zudem dokumentierte er die Zerstörungen in seiner Heimatstadt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs engagierte er sich für den Wiederaufbau der Salzburger Kunstszene und wurde Gründungsmitglied sowie geschäftsführender Vizepräsident der Berufsvereinigung Bildender Künstler.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Leopoldskron

Öl auf Leinwand;Oil on canvas

37,5 x 42 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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