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Künstler

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Elegante Dame mit Perlenkette

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1901

Siewert, Clara

1862

Budy (POL)

-

1944

Berlin (DEU)

Die Künstlerin Clara Siewert richtete ihre beruflichen Interessen bereits früh auf die Kunst aus. Vermutlich wurde sie dabei besonders von ihrer Mutter Helene Siewert (geborene von Baehr) geprägt, die selbst malerisch tätig war. Im Alter von sechzehn Jahren begann Siewert mit dem Malunterricht und entschloss sich anschließend zu einem Studium im Verein der Berliner Künstlerinnen, um ihre künstlerischen Fähigkeiten weiter auszubauen. Der Verein und seine Ausbildungsangebote bildeten um die Jahrhundertwende eine wichtige Institution für künstlerisch ambitionierte Frauen.

Studienreisen nach Weimar, München und Paris erweiterten ihren künstlerischen Erfahrungshorizont und führten sie auch nach Salzburg. Im Jahr 1900 gründete Siewert in Berlin ein eigenes Atelier. Gemeinsam mit ihren jüngeren Schwestern, der Schriftstellerin Elisabeth (1867–1930) sowie Victoria, die ebenfalls als Malerin arbeitete, lebte sie dort in einer schwesterlichen Wohngemeinschaft. Dank ihrer Kontakte aus dem Verein der Berliner Künstlerinnen gelang es Siewert rasch, sich im Berliner Kunstleben zu etablieren. Auch der Kunsthändler Fritz Gurlitt wurde auf die junge Künstlerin aufmerksam. Mit ihrer Aufnahme in die Berliner Secession erreichte sie einen wichtigen Karriereschritt: Neben Künstlerinnen wie Käthe Kollwitz, Dora Hitz und Sabine Lepsius gehörte sie zu den wenigen Frauen in diesem von Männern dominierten Künstlerkreis. Weitere Mitgliedschaften in künstlerischen Frauenvereinen folgten und seit 1916 wurden ihre Grafiken in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München gezeigt.

Der Erste Weltkrieg ließ Siewert jedoch einen Stillstand ihrer künstlerischen Laufbahn befürchten. Sie zog sich zeitweise aus der Großstadt zurück und reiste nach Westpreußen. Nach ihrer Rückkehr nahm sie ihre Ausstellungstätigkeit wieder erfolgreich auf, unter anderem in der Großen Deutschen Kunstausstellung. Der Tod ihrer Schwester Elisabeth im Juni 1930 traf sie schwer. Vermutlich erholte sich Siewert nie vollständig von diesem Verlust und stellte ihre künstlerische Arbeit erneut ein. Trotz ihrer Mitgliedschaft in der Reichskulturkammer der bildenden Künste blieb sie von finanziellen Schwierigkeiten nicht verschont und beantragte staatliche Unterstützung. Eine weitere tragische Zäsur ereignete sich 1943: Bei Bombenangriffen wurde zunächst ihr Wohnhaus mit Atelier zerstört. Nach dem Umzug in das Berliner Fremdenheim Heltzel wurde auch dieses Gebäude getroffen. Danach verliert sich jede Spur der Künstlerin; vermutlich kam sie unter den Trümmern ums Leben.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Elegante Dame mit Perlenkette

Öl auf Holz;Oil on wood

34,9 × 29,4 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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