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2022 0527A

Künstler

2022 0527A

Mädchenbild

|

o.D.

Stekker, Martin

1878

Norden (DEU)

-

1962

Berlin (DEU)

Der ostfriesische Künstler Martin Stekker verfügte nicht nur über ein malerisches Talent, sondern war auch ein begabter Zeichner. So befürwortete auch der Präsident der Preußischen Akademie der Künste, Max Liebermann, die Einrichtung eines Ateliers für den aufstrebenden Künstler unter der Leitung von Professor Arthur Kampf. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Künstler bereits eine Ausbildung als Theatermaler am Düsseldorfer Stadttheater, ein Studium an der dortigen Akademie sowie ein Stipendium für einen einjährigen Italienaufenthalt absolviert. Das Umfeld Liebermanns prägte Stekker impressionistisch, was auch im ausgestellten Gemälde deutlich erkennbar war.

1925 heiratete Stekker die Jüdin Toni Blum, die ein Einzelhandelsgeschäft am Kaiserdamm 98 in Berlin führte. Aus Unterlagen des Berliner Landesarchivs geht hervor, dass dieses Geschäft in einem einjährigen Gerichtsverfahren zurückgefordert worden war. Im Zuge der Arisierung übernahm eine namentlich genannte Person sowohl das Ladengeschäft als auch die im selben Gebäude gelegene Wohnung. Auch sonst litten er und seine Frau persönlich stark unter der nationalsozialistischen Verfolgung. Da ab 1935 Ehen zwischen Juden und Nicht-Juden strafrechtlich verfolgt wurden und Stekker sich weigerte, sich von seiner Frau scheiden zu lassen, wurde er von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen. Als technischer Zeichner wurde er von den Nationalsozialisten zwangsverpflichtet, konnte jedoch anonym Bücher für den Oestergaard Verlag unter dem Pseudonym „Steckler“ illustrieren.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Mädchenbild

Öl auf Leinwand auf Holz;Oil on canvas on wood

61,3 × 30 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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