
Künstler

Porträt
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o.D.
Thum, Lydia Elfriede Luzie
1886
Berlin (DEU)
-
1952
Berlin (DEU)
Elfriede Thum wurde als „eine der begabtesten und eigenwilligsten Gestalterinnen ihrer Generation“ beschrieben. Sie begann schon mit 19 Jahren ihr Studium in Lausanne mit Schwerpunkten auf französischer Literatur, Weltgeschichte, Malerei und Bildhauerei und setzte ihre Ausbildung später in Dresden bei Charles Johann Palmié fort. Um in der männlich dominierten Kunstwelt anerkannt zu werden, signierte sie ab 1912 ihre Werke unter dem Pseudonym „Erich Thum“ und stellte unter diesem Namen unter anderem in der Galerie Paul Cassirers aus. Ihr künstlerischer Erfolg endete abrupt 1937, als das NS-Regime mehrere ihrer Werke im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmte, wodurch sie nicht mehr an Ausstellungen teilnehmen konnte. Während des Zweiten Weltkrieges wurde zudem ihr Haus mehrfach ausgebombt, sodass nur wenige Werke erhalten blieben. Nach dem Krieg war ihr Wohnhaus so stark zerstört, dass sie mit ihrem Mann nach Berlin zog. Sie starb sieben Jahre später, gezeichnet von den Ereignissen der NS-Zeit, doch ihr künstlerisches Vermächtnis geriet nie vollständig in Vergessenheit. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Porträt
Öl auf Platte
65,6 × 43,8 cm

Liegende Person mit rotem Halstuch
Öl auf Platte
42,5 × 65 cm