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Künstler

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Böse Erinnerung

|

1953

Voigt, Bruno

1912

Gotha (DEU)

-

1988

Berlin (DEU)

Bruno Voigt wurde schon im Kindesalter durch das politisch links orientierte Engagement seiner Eltern geprägt. 1929 begann er sein Studium an der Hochschule für Bildende Kunst in Weimar in der Klasse von Walther Klemm. Zwei Jahre später trat er dem Kampfbund Rote Einheit sowie der Roten Hilfe bei und engagierte sich zugleich im Kabarett Rote Raketen, während er heimlich Zeichnungen in Cafés und Kneipen anfertigte.

1932 erhielt Voigt eine Anstellung als Grafiker beim Bavaria-Verlag in München, die ihm zunächst finanzielle Sicherheit bot. Im Widerstand gegen das NS-Regime gründete er 1933 mit anderen Aktivisten das republikanische Linkskartell der Geistesschaffenden, das jedoch bald wieder aufgelöst wurde. Im Mai 1933 verlor er seine Stelle beim Verlag, und im Sommer zerstörten SA und Polizei sein Atelier samt Bildern und Büchern. Ein Jahr später schuf er eine Grafik als direkte Kritik am NS-Regime, in der er das Kreuz mit dem Hakenkreuz kombinierte, um die Brutalität des Regimes der christlichen Botschaft von Nächstenliebe gegenüberzustellen. Trotz Repression blieb Voigt in Deutschland und arbeitete weiterhin an gesellschaftskritischer, figurativer Kunst. Aufgrund seiner Regimegegnerschaft erhielt er jedoch Ausstellungs- und Berufsverbot und zog sich ins Landhaus seiner Tante in Ulrichshalben zurück, wo er bis 1944 weitere Werke, teilweise direkt zum Zweiten Weltkrieg, schuf. Ende 1941 wurde Voigt zur Infanterie an die Ostfront eingezogen und nahm an der Leningrader Blockade sowie Kämpfen in Karelien teil. 1944 wurde er nach Holland verlegt, desertierte und geriet in englische Kriegsgefangenschaft. In Frankreich arbeitete er beim Minenräumkommando in Cabourg als Zeichner und Dolmetscher. Im November 1947 kehrte er nach Gotha zurück, das nun in der sowjetischen Besatzungszone lag, und engagierte sich kulturell und politisch für die SED.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.

Werke

Der Patriot

Aquarellierte Kaltnadelradierung auf Papier;Watercolour drypoint on paper

57 × 43 cm

Sitzender Mädchenakt

Kaltnadelradierung aquarelliert, 1. Handdruck

55,5 × 28 cm

Artisten

Radierung;Etching

45 × 60 cm

Am Hakenkreuz

Mischtechnik auf Papier;Mixed media on paper

45 × 30 cm

Notverordnung

Tuschefeder auf Papier;Ink pen on paper

50 × 32,5 cm

Böse Erinnerung

Öl und Tempera auf Schichtholz

55,5 x 40 cm

Masken

Aquarell und Tempera auf Japanpapier;Watercolour and tempera on japanese paper

43,5 x 38,5 cm

Paragraph 48 – Verordnung gegen die Kommunisten, gez. Goering

Tuschefeder und Aquarell auf Papier; Ink and watercolour on paper

53 × 43,5 cm

Museum Kunst der Verlorenen Generation

Prof. Dr. Heinz R. Böhme gemeinnützige Stiftung
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

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