
Künstler

Damenbildnis
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1933
Waske, Erich
1889
Berlin (DEU)
-
1978
Berlin (DEU)
Von Kunstkritikern später als „Farbensymphoniker“ und „Expressionist der ersten Stunde“ bezeichnet, besuchte Erich Waske zunächst die Hochschule für Bildende Künste in Berlin-Charlottenburg. Nachdem er als Soldat im Ersten Weltkrieg gedient hatte, stellte er bis 1933 regelmäßig in der Berliner Sezession aus. Seinem Stil stets treu, setzten sich seine Werke vor allem mit dem Weltuntergang, Landschaften und Religionen auseinander. Auf dem Höhepunkt seiner Karriere beteiligte er sich an zahlreichen Ausstellungen und war am Kunstmarkt erfolgreich. Unter anderem kaufte bereits die Berliner Nationalgalerie seine Gemälde an. Zudem schuf er auch baukünstlerische Werke wie Glasfenster, Mosaiken und Wandbilder. Im Jahr 1936 waren seine Werke noch Teil der letzten Jahresausstellung im Hamburger Kunstverein, die von der Reichskunstkammer vorzeitig zwangsgeschlossen wurde. Ein Jahr später wurde seine Kunst als „entartet“ diffamiert, aus öffentlichen Museen beschlagnahmt und zum Teil unwiederbringlich zerstört. Daraufhin führte er ein Leben in „innerer Emigration“: Er verwandelte sein eigenes Leben in einen stillen Widerstand gegen die Ideologie des Nationalsozialismus, indem er sich fortan aus der Öffentlichkeit zurückzog. Bei einem Bombenangriff auf Berlin im Jahr 1943 wurden sein Atelier und seine Wohnung zerstört. Kurz vor Kriegsende wurde er selbst zum sogenannten „Volkssturm“ eingezogen, überlebt jedoch den Zweiten Weltkrieg. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Damenbildnis
Öl auf Karton
97 × 72 cm

Garten-Café mit sieben Personen
Mischtechnik auf Karton;Mixed Media on cardboard
23 × 35 cm