
Künstler

Das Frühstück
|
1934
Weissberg, Leon
1895
Przeworsk (POL)
-
1943
Lublin-Majdanek (POL)
Léon Weissberg schrieb in einer letzten Postkarte an seine Tochter: „Ich brach auf zu einem unbekannten Ziel.“ Kurz darauf wurde er von den Nationalsozialisten deportiert und im Konzentrations- und Vernichtungslager Lublin-Majdanek ermordet. Als jüdischer Künstler war Weissberg seit den frühen 1930er-Jahren zunehmend antisemitischen Repressionen ausgesetzt und verlor schrittweise seine Sicherheit und Bewegungsfreiheit. 1937 spielte er eine zentrale Rolle bei der Gründung der Association des Artistes Juifs de Paris, mit der er sich öffentlich gegen Ausgrenzung und Entrechtung jüdischer Künstler stellte. Nach der deutschen Besetzung Frankreichs floh Weissberg 1940 in den unbesetzten Teil des Landes, wurde dort jedoch vom Vichy-Regime als "jüdischer Ausländer" unter Hausarrest gestellt. Trotz schwerer Krankheit und der ständigen Bedrohung setzte er seine künstlerische Arbeit fort und versuchte, ein Mindestmaß an Normalität aufrechtzuerhalten. Sein Erfolg als Künstler bot ihm jedoch keinen Schutz vor der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Im Februar 1943 wurde er im Rahmen einer Vergeltungsaktion von der französischen Gendarmerie verhaftet und der deutschen Militärpolizei übergeben. Nach der Internierung in Gurs und Drancy wurde Weissberg Anfang März 1943 nach Lublin-Majdanek deportiert, wo er kurz nach seiner Ankunft ermordet wurde. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Das Frühstück
Öl auf Leinwand;Oil on canvas
54 × 73 cm

Kanalansicht in Paris
Öl auf Leinwand;Oil on canvas
16 × 22 cm