
Künstler

Porträt Dr. Friedrich Maase (1878-1959)
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1960
Wollheim, Gert Heinrich
1894
Dresden (DEU)
-
1974
New York (USA)
Gert Wollheim war in der Weimarer Republik ein politisch engagierter Künstler, der sich der Arbeiterbewegung und linken Künstlerkreisen verbunden fühlte. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten erhielt er 1933 das sogenannte „Berufs- und Ausstellungsverbot“, seine Werke wurden beschlagnahmt, und er musste Deutschland verlassen. Er floh zunächst nach Paris und hielt sich zeitweise in der Schweiz auf, bevor er sich dauerhaft im französischen Exil niederließ. Im Pariser Exil war Wollheim Mitbegründer des Kollektivs Deutscher Künstler und Mitglied des Freien Deutschen Künstlerbundes, der gegen die nationalsozialistische Kulturpolitik Stellung bezog. Seine Arbeiten wurden 1937 in der Münchner Ausstellung „Entartete Kunst“ öffentlich diffamiert. Nach Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde Wollheim 1939 in mehreren französischen Internierungslagern festgehalten, konnte jedoch 1942 fliehen und überlebte bis Kriegsende im Versteck in den Pyrenäen. Seine Lebensgefährtin Tatjana Barbakoff wurde 1944 in Auschwitz ermordet. In der Nachkriegszeit kehrte Wollheim nach Paris zurück, bevor er 1947 mit Hilfe von Unterstützern in die USA emigrierte und sich in New York niederließ, wo er künstlerisch jedoch nicht mehr an seine früheren Erfolge anknüpfen konnte. Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
Werke

Selbstbildnis
Holzschnitt auf Papier;Woodcut on paper
55 × 33,3 cm

Porträt Dr. Friedrich Maase (1878-1959)
Öl auf Holz;Oil on wood
121 × 90 cm