Theodor Zeller lebte in den frühen 1930er-Jahren als freischaffender Künstler in Denzlingen bei Freiburg. Wegen der jüdischen Herkunft seiner Frau Eva-Martina nahmen ab 1935 die Anfeindungen und staatlichen Repressionen gegen die Familie stark zu. Sie erhielt die Aufforderung per Post zur Zwangssterilisation und floh daraufhin nach Rom, wo sie zunächst Arbeit in der Villa Massimo fand, diese jedoch wieder verlor, da sie ihre „arische“ Abstammung letzten Endes nicht nachweisen konnte. 1937 verweigerte Zeller den Beitritt zur Reichskulturkammer der bildenden Künste und verliert folglich jede Möglichkeit seine Kunst in der Öffentlichkeit auszustellen und zu verkaufen. Im selben Jahr entfernten die Nationalsozialisten seine Werke im Zuge der Aktion „Entartete Kunst“ aus dem Freiburger Augustinermuseum. 1938 emigrierte Zeller mit seiner Familie nach Italien und ließ sich zunächst in einem Kapuzinerkloster in Palestrina bei Rom nieder.
In den folgenden Jahren lebte die Familie unter prekären Bedingungen in verschiedenen italienischen Städten. Während Zeller in Florenz als Dolmetscher und Zivilangestellter arbeitete, musste sich seine Frau mit den Kindern in Oberbayern verstecken. Zeller geriet später in amerikanische Kriegsgefangenschaft und kehrte nach seiner Entlassung 1947 mit der Familie nach München zurück.
Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Sammlungskatalog „Wir werden euch nicht Vergessen. Die Verlorene Generation. Ihre Kunst. Ihre Geschichten “. Dieser ist HIER erhältlich.
