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2017 0165

Künstler

2017 0165

Blick auf Nonnberg und Hohensalzburg

|

1934

Bäumer, Eduard

1892

Kastellaun (DEU)

-

1977

München (DEU)

Eduard Bäumer

Kastellaun (DEU) 1892 – 1977 München (DEU)

Eduard Bäumer wurde 1892 in Kastellaun im Hunsrück geboren. Die Familie übersiedelte 1895 nach Frankfurt am Main. Nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1904 übernahm das Waisenhaus in Frankfurt die Vormundschaft für die Kinder. Ab 1906 begann Bäumer, auf Vermittlung des Waisenhauses, eine Lehre bei einem Dekorationsmaler in Frankfurt. Abends besuchte er zusätzlich Kurse an der Kunstgewerbeschule. Dort erhielt er nach seinem Abschluss 1908 ein Stipendium und lernte bei Ludwig Heinrich Jungnickel. 1911 verstarb auch seine Mutter. Anschließend begann Bäumer sein Studium an der Städelschule, das 1914 durch den Ersten Weltkrieg unterbrochen wurde. Nach Kriegsende kehrte er nach Frankfurt am Main zurück und belegte ein Meisteratelier, in dem er seine Studien bis 1922 abschloss. 1923 heiratete er seine jüdische Studienkollegin Valerie Feix.

Im Jahr 1924 unternahmen die Bäumers gemeinsam mit Malerfreunden eine Reise nach Italien, die über Florenz, Arezzo, Rom und die Abruzzen führte. In Frankfurt am Main hatte Eduard Bäumer seine erste Ausstellung mit Bildern, die während dieser Reise entstanden.

Er knüpfte Bekanntschaften mit Max Beckmann, Paul Hindemith und Georg Swarzenski, dem damaligen Direktor des Städelschen Kunstinstituts. 1927 lernte Bäumer Johannes Itten kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Im selben Jahr besuchte er dessen Sommerschule im Allgäu sowie die Itten-Schule in Berlin. 1930 unternahm er eine Reise nach Paris, wo er Freundschaften mit Georges Braque, Fernand Léger und Raoul Dufy schloss.

Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten wurde Bäumers Kunst diffamiert, und die Familie emigrierte nach Salzburg. Er erhielt Berufsverbot, und das Vermögen der Familie wurde 1938 nach dem „Anschluss“ Österreichs eingezogen. Da Bäumer sich nicht von seiner jüdischen Frau trennen wollte, wurden beide ab 1943 zur Zwangsarbeit verpflichtet.

Noch im Jahr 1942 fand Bäumers erste große Ausstellung in Wien bei der Galerie Würthle statt. 1944 musste die Familie aus Salzburg fliehen.

Werke

Waldbach

Mischtechnik auf Papier

51 × 72 cm

Blick auf Nonnberg und Hohensalzburg

Aquarell und Tusche auf Pappe

44 × 59 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
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