Skip to Content
Museum logo de web
2020 0346A

Künstler

2020 0346A

Landschaft

|

o.D.

Berg, Else

1877

Ratibor (POL)

-

1942

Auschwitz (POL)

Else Berg

Ratibor (POL) 1877 ‒ 1942 Auschwitz (POL)

Else Berg wurde im Jahr 1877 in Ratibor, damals Schlesien, geboren. Sie kam zwischen 1885 und 1900 nach Berlin, wo sie an der Hochschule für bildende Künste laut eigener Aussage unter anderem bei Arthur Kampf (1864–1950) studierte. Dort traf Berg 1908 auf ihren späteren Lebensgefährten, den niederländischen Maler Samuel Leser Schwarz, genannt Mommie, den sie bereits seit ihrer Kindheit kannte. Gemeinsam mit ihm verbrachte Berg 1908/09 einige Zeit in Paris. Da beide die französische Sprache nicht beherrschten, schlossen sie sich dort anderen niederländischen Künstler:innen an, mit denen sie auch weiterhin in Kontakt blieben. Aus der Pariser Zeit ist nur wenig überliefert. Zur Jahreswende 1909/10 übersiedelten sie nach Amsterdam. Dort beteiligte sich Berg an Ausstellungen, unter anderem im Kunstsalon Roos und im Stedelijk Museum. Mit Leo Gestel (1881–1941) und Schwarz reiste sie 1913 nach Mallorca und im Jahr 1914 über das spanische Festland zurück in die Niederlande. Bis 1921 wohnte und arbeitete Berg als freischaffende Künstlerin in Amsterdam. Bei Aufenthalten im nahegelegenen Bergen und in Schoorl lernte sie Arnout Colnot (1887–1983) und Dirk Filarski (1885–1964) kennen. Um 1915 gründete sich um den französischen Maler Henri Le Fauconnier (1881–1946) die „Bergener Schule“, die die hektische Großstadtmotivik gegen Natur- und Landschaftsmalerei eintauschte. In den Jahren 1918 und 1919 hatte Berg ihre ersten Einzelausstellungen in der Galerie Walrecht in Den Haag. 1920 heiratete sie Mommie Schwarz. Die beiden reisten in den folgenden Jahren nach Italien, Frankreich, Belgien, ins ehemalige Jugoslawien sowie nach Limburg. Bei der Besetzung der Niederlande durch die Nationalsozialist:innen im Mai 1940 blieben sie zunächst in Amsterdam. Sie erkannten den Ernst der Lage und versteckten ihre Bilder bei Freunden und Bekannten. Zwischen 1941 und 1942 tauchte das Künstlerpaar in Baambrugge unter, kehrte aber aus unbekannten Gründen zurück nach Amsterdam. Im November 1942 wurden sie verhaftet und über das Durchgangslager Westerbork in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo sie ermordet wurden.

LITERATURAUSWAHL:

-Else Berg und Mommie Schwarz. Kunstenaarspaar in Amsterdam 1910–1942, hg. von Linda Horn, Wezep 2012

-Berg, Else, in: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. 9: Benecke–Berrettini, hg. von Günter Meißner u. a., München/Leipzig 1994, S. 301–302

-Berg, Else, in: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts, hg. von Hans Vollmer, Bd. 1: van der Aa–Dzubas, München 1992, S. 176

Werke

Stillleben grüne Äpfel

Öl auf Holz

19,5 × 29,2 cm

Dorfansicht

Kohle auf Papier

35,8 × 48,8 cm

Landschaft

Öl auf Platte

50,8 × 40,3 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

Museum of Lost Generation Art

Prof. Dr. Heinz R. Böhme charitable foundation
Sigmund-Haffner-Gasse 12/1. Stock
5020 Salzburg, Austria
T +43 662 276231‬
E museum@verlorene-generation.com

Sign up for our newsletter

crossmenuarrow-right