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2016 0024

Künstler

2016 0024

Blumen in einer bemalten Vase

|

1938

Denecke, Walter

1906

Oschersleben (DEU)

-

1975

Ahrenshoop (DEU)

Walter Denecke

Oschersleben (DEU) 1906 ‒ 1975 Ahrenshoop (DEU)

Walter Denecke wurde 1906 als Sohn eines Landwirts in Kleinalsleben im Harz geboren. Bereits als 20-Jähriger ging er von 1926 bis 1929 zum Studium an die Leipziger Kunstgewerbe- und Handwerkerschule bei Otto Fischer-Trauchau. Nach dem Studium folgten mehrere Reisen nach Italien, Frankreich, Spanien und Nordafrika. Von 1930 bis 1932 war Denecke Lehrer an der Kunstgewerbeschule in Wiesbaden.

1932/33 verließ er Deutschland und ging nach Paris, Südfrankreich und Spanien, wo er bis 1935 in Madrid und Barcelona blieb. Beim Ausbruch des spanischen Bürgerkrieges 1936 befand er sich auf Ibiza, wo er Mitglied der links-anarchistischen Gewerkschaft Confederación Nac. Del Trabajo (CNT) wurde. Unter dem Pseudonym „Denesco“ veröffentlichte Denecke Zeichnungen und Grafiken zu den Franco-Putschisten, die auch ins Ausland gelangten.

Von 1937 bis 1939 lebte er in Paris, wo er einer antifaschistischen Künstlergruppe angehörte. Dort entstanden 1938 seine beiden Aquarelle „Blumen in einer bemalten Vase“ und „Blumen in einer blauen Vase“. Währenddessen wurde 1937 im Rahmen der Aktion „Entartete Kunst“ eine Arbeit aus dem Nassauischen Landesmuseum Wiesbaden entfernt und vernichtet. Noch 1939 wurde Denecke aus Frankreich ausgewiesen, kehrte nach Deutschland zurück und wurde als Soldat zum Kriegsdienst eingezogen. Ab 1944 wurde er an der Ostfront eingesetzt und geriet bis 1948 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung 1948 ließ er sich in Quedlinburg nieder.

Werke

Blumen in einer bemalten Vase

Aquarell auf Velin

43,2 × 33,5

Blumen mit blauer Vase

Aquarell auf Papier

38 × 30 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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