
Künstler

Surrealistische Landschaft
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1925
Ende, Edgar
1901
Hamburg (DEU)
-
1965
Netterndorf (DEU)
Der surrealistische Künstler Edgar Ende wurde 1901 in Hamburg geboren. Von 1915 bis 1919 absolvierte er eine Lehre als Dekorationsmaler in Altona. Parallel dazu besuchte er von 1916 bis 1920 die Handwerker- und Kunstgewerbeschule, ebenfalls in Altona.
1921 konnte er als Mitglied des Altonaer Künstlervereins erste Erfolge verzeichnen. 1927 nahm er an der Ausstellung „Europäische Kunst der Gegenwart“ in der Hamburger Kunsthalle teil. Im Jahr 1929 wurde sein Sohn, der spätere Erfolgsautor Michael Ende, in Garmisch geboren. Kurze Zeit später zog Edgar Ende mit seiner Frau Luise Bartholomä und dem Sohn Michael nach München. Das künstlerische Umfeld mit Kollegen wie Georg Schrimpf und Josef Scharl inspirierte ihn. Er wurde Mitglied in der Münchner Sezession. In München kam er zudem mit Giorgio de Chiricos pittura metafisica in Berührung. Im Jahr 1931 folgten Ausstellungen in München und Stuttgart sowie erste Ankäufe durch Museen, die Ende internationale Aufmerksamkeit verschafften.
Im Jahr 1936 wurde Ende von der Reichskulturkammer mit einem Ausstellungsverbot belegt. 1937 erfolgten die ersten Beschlagnahmungen von als entartet klassifizierten Gemälden aus Museumsbesitz.
Bei einem britischen Fliegerangriff auf München im April 1944 wurden große Teile seiner Werke vernichtet. Ende befand sich zu dieser Zeit an der Ostfront in Polen. 1945 geriet er in Liezen an der Enns in US-amerikanische Gefangenschaft. Nach sechs Wochen wurde er entlassen und kehrte nach München zurück. Im selben Jahr wurde er Mitglied der Münchner Christengemeinschaft.
Ende war zusammen mit Rudolf Schlichter, Ernst Geitlinger und Adolf Hartmann Mitbegründer des Berufsverbandes Münchner Künstler, der nach dem Krieg, 1946 genehmigt wurde. In der Nachkriegszeit erfuhr Ende einen erneuten künstlerischen Aufschwung: Er nahm in den Jahren 1948 und 1954 an der Biennale in Venedig teil und wurde zur Ausstellungsleitung der Großen Münchner Kunstausstellung im Haus der Kunst gewählt. 1963 wurde er Ehrenmitglied der Akademie der Bildenden Künste in München. 1965 verstarb er in Netterndorf bei München an einem Herzinfarkt.
Werke

Surrealistische Landschaft
Öl auf Leinwand
34 × 49 cm