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2017 0219A

Künstler

2017 0219A

Friedhofstraße in Berlin

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o.D.

Fritsch, Ernst

1892

Berlin (DEU)

-

1965

Berlin (DEU)

Ernst Fritsch

Berlin (DEU) 1892 – 1965 Berlin (DEU)

Seine erste Ausbildung absolvierte der Maler und Grafiker Ernst Fritsch im Bereich des Kunsthandwerks im Berliner Entwurfsatelier für Wandstoffe und Tapeten. Von 1911 bis 1914 besuchte er bei Emil Doepler (1855–1922) Kurse in dekorativer Malerei an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums Berlin und studierte dort an der Königlichen Kunstschule mit dem Abschluss eines Zeichenlehrer-Diploms. Nach seinem Einsatz im Ersten Weltkrieg schloss sich Fritsch 1919 der „Berliner Sezession“ an, später dem „Deutschen Künstlerbund“ sowie der „Norddeutschen Sezession“. Im Jahr 1921 trat er der Berliner „Novembergruppe“ bei. Fritsch war an zahlreichen Ausstellungen der Künstlergruppen beteiligt und konnte von 1923 bis 1933 an der Preußischen Akademie der Künste in Berlin ausstellen. Er stellte zudem seit 1925 bei der „Münchener Sezession“ aus, und 1928 wurden seine Werke auf der Großen Kunstausstellung in Düsseldorf gezeigt. Die Akademie in Berlin bedachte Fritsch 1927 mit dem Rompreis, dem Großen Staatspreis für Malerei, der Fritsch nach seiner Parisreise einen Studienaufenthalt in der Villa Massimo in Rom ermöglichte.

Als Fritsch 1929 nach Berlin zurückkehrte, stieß seine Kunst zunehmend auf Ablehnung. Im Anschluss an die Große Retrospektive der „Berliner Sezession“ 1933 wurde er mit einem Ausstellungsverbot belegt. Im selben Jahr wurden seine Werke in einer Nürnberger Ausstellung gezeigt, die einzelne Säle mit Beschriftungen wie „Schreckenskammer der Kunst“ versah, um die ausstellenden Künstler zu diffamieren. Ab 1937 wurden weitere Arbeiten beschlagnahmt, und ein Großteil davon wurde 1939 im Hof der Berliner Feuerwehr von den Nationalsozialist:innen verbrannt. Trotz seiner Stellung als diffamierter Künstler war Fritsch von 1939 bis 1941 an der Kunst- und Werkschule Berlin als provisorischer Lehrer tätig, bis er wieder in den Krieg ziehen musste. Nach dem Zweiten Weltkrieg widmete sich Fritsch ab 1946 der Künstlerausbildung und wurde Professor an der Hochschule für bildende Künste in Berlin. Dort leitete er von 1953 bis zu seiner Pensionierung 1958 die Abteilung für Kunstpädagogik sowie die Meisterklasse.

 

LITERATURAUSWAHL:

- Gabriele Saure, Fritsch, Ernst, in: Allgemeines Künstlerlexi - kon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker, Bd. 45: Freyer–Fryderyk, hg. von Günter Meißner u. a., München/ Leipzig 2005, S. 300

-Sergiusz Michalski, Neue Sachlichkeit, Malerei, Graphik und Photographie in Deutschland 1919–1933, Köln 1994, S. 210

-Ernst Fritsch, hg. von der Galerie Nierendorf, Berlin 1972 (Kunstblätter der Galerie Nierendorf 26)

Werke

Friedhofstraße in Berlin

Öl auf Rupfen

65,8 × 47,2 cm

Häuser am Wall

Öl auf Leinwand

51,5 × 52,5 cm

Larvenbild

Öl auf Zeitungspapier auf Hartfaserplatte

31 × 40 cm

Weitere Künstlerinnen und Künstler

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