
Künstler

Männlicher Akt
|
o.D.
Gottschalk, Ernst
1877
Düsseldorf (DEU)
-
1942
Düsseldorf (DEU)
Ernst Gottschalk Düsseldorf (DEU) 1877 – Düsseldorf (DEU) 1942 Zu Beginn seiner Karriere zog es den Bildhauer Ernst Gottschalk, der sich vieles bereits autodidaktisch angeeignet hatte, in verschiedene Städte, darunter Mainz, Hannover und Berlin. Sein Talent blieb nicht unerkannt, denn 1906 wurde er für eine Kunstschule in Südrussland beauftragt, Tonplastiken herzustellen. 1907 kehrte er nach Düsseldorf zurück, wo er an der Kunstgewerbeschule studierte und parallel das Holzschnitzen lernte. Der Erste Weltkrieg unterbrach seine Ausbildung bei Rudolf Bosselt, in dessen Modellierklasse er gelernt hatte, sowie bei Hubert Netzer, unter dessen Anleitung er Aktstudien anfertigte. Als Sanitäter erlebte er den Schrecken des Ersten Weltkriegs unmittelbar an der Front. Er entschied sich, nach Düsseldorf zurückzukehren, und wurde Mitglied in der gegründeten Künstlergruppe Junges Rheinland. Hier lernte er den syrischen Künstler Bernhard Sopher kennen, welcher sich mit seiner Bronzefigur „Seppl“ ebenfalls Teil der Verlorenen Generation in der Sammlung Böhme befand. Gottschalk beteiligte sich als Mitglied der „Rheinischen Sezession“ zudem mit Bronzefiguren an Ausstellungen. Viele seiner Werke wurden aufgrund ihres Materials eingeschmolzen und der sogenannten „Skulpturenverwertung“ zugeführt, da das Metall in Kriegszeiten dringend benötigt wurde. Auch eine überlebensgroße Figur Gottschalks des Heiligen Christopherus aus dem Jahr 1934 fiel der Zerstörung zum Opfer – sie wurde nicht nur wegen ihres Materials eingeschmolzen, sondern auch aufgrund ihrer christlichen Symbolik, die im nationalsozialistischen Regime unerwünscht war.
Werke

Männlicher Akt
Bronze
49,5 cm