
Künstler

Porträt der Ehefrau Annie Roussel mit Sohn Patrick Gowa (1942–1989)
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1943
Gowa, Herrmann Henry
1902
Hamburg (DEU)
-
1990
München (DEU)
Herrmann Henry Gowa Hamburg (DEU) 1902 – München (DEU) 1990 Herrmann „Henry“ Gowa wuchs mit vier Geschwistern in einer wohlhabenden jüdischen Kaufmannsfamilie auf. Sein Vater Siegmund Simon Gowa war Papierhändler und Mitinhaber der Firma „E. Michaelis & Co.“ Seine Mutter Therese Gowa und mehrere Geschwister kamen später in den Vernichtungslagern der Nationalsozialist:innen ums Leben. Therese und die Schwester Hilda kamen ins Ghetto Litzmannstadt. Therese starb dort, Hilda und ihr Kind wurden bei einem Abtransport in einem mobilen Gaswagen ermordet. Der ältere Bruder Ferdinand wurde 1938 von der Gestapo verhaftet und in das KZ Lager Buchenwald deportiert. Nach seiner Entlassung emigrierte er nach Schweden und von dort in die USA. Der jüngere Bruder Eugen Gowa wurde 1938 wegen „Rassenschande“ zu 8 Jahren Zuchthaus verurteilt und wurde 1943 in Auschwitz ermordet. Ab 1922 studierte Henry Gowa an der Universität München Literatur-, Kunst- und Theatergeschichte. Parallel dazu begann er das Studium der Malerei an der privaten Akademie von Heinrich Knirr und Hans Hofmann. 1924 debütierte er als Bühnenbildner zu König Lear am Stadttheater Halberstadt. Es folgten zahlreiche Engagements an verschiedenen Landes- und Staatstheatern: 1925 wurde er zur Bayerischen Landesbühne in München berufen, 1928 bis 1931 in Frankfurt am Main, 1932 und 1933 arbeitete er in Schwerin und Schneidemühl in Posen. 1931 zeigte die Galerie Schames in Frankfurt am Main eine Einzelausstellung. Gowa erhielt wegen seiner jüdischen Abstammung rassistische Kritiken, die NS-Presse griff ihn an und es gab Einschüchterungsversuche. Auch sein Haus wurde mehrmals durchsucht und er stand unter Bewachung. Letztendlich erhielt er Berufsverbot. Gowa emigrierte aus Angst vor einer Verhaftung 1933 mit einem Touristenvisum über die Schweiz nach Paris. Er lebte vorübergehend in Frankreich bei seiner Mutter und seinen Schwestern in Cagnes-sur-Mer und ab 1934 in Nizza. Dort bestritt er seinen Lebensunterhalt ohne Arbeitserlaubnis mit verschiedenen handwerklichen Tätigkeiten wie Tischlerei, Dachdeckerei oder als Innenarchitekt.
Werke

Porträt der Ehefrau Annie Roussel mit Sohn Patrick Gowa (1942–1989)
Öl auf Leinwand
40,5 × 32,5 cm